3 Fragen zu Bayer Leverkusen

Endlich bin ich mal wieder dazu gekommen, vor dem Spiel ein Kurzinterview mit einem Fan/Blogger unseres Gegners führen. Vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen hat mir Jens Peters von catenaccio drei Fragen zu seinem Lieblingsverein beantwortet:

Leverkusen macht die letzten Wochen einen guten Eindruck, gewinnt auch die weniger guten Spiele. Glaubst du ihr könnt den zweiten Platz bis zum Saisonende gegen die Bayern verteidigen und endlich euer Phlegma des letzten Saisondrittels ablegen? Oder ist sogar noch mehr drin, falls der BVB schwächelt?

Ich denke ehrlich gesagt nur von Woche zu Woche. Im Moment stehen wir auf Rang 2 und bei den derzeitigen Leistungen sollte der Platz auch am Ende der Saison drin sein. Über mehr mag ich gar nicht nachdenken. Platz 1 sowieso nicht und als Dritter bin ich auch mehr als glücklich!

Die Mannschaft wirkt im Vergleich zu den letzten Jahren gereift. Selbst das Dauerthema Michael Ballack scheint das Team nicht groß zu verunsichern. Liegt das an der hinzugewonnenen Erfahrung der Spieler oder ist einfach der Kader stärker als in den Vorjahren?

Dass die Mannschaft gereift ist kann ich so unterschreiben. Ein junges Team, dass nun im Grunde seit 2-3 Jahren mit punktuellen Ergänzungen, so zusammen spielt. Und die Ergänzungen, da muss man den Verantwortlichen ein Lob aussprechen, passen perfekt ins Gesamtgefüge. Die Jungen bringen die nötige Leistung auf dem Platz, hinzu kommen dann erfahrene Recken, wie Hyypiä, Rolfes, Ballack und Kießling, die der Mannschaft Halt geben und auch in der Vergangenheit gefehlt haben. Inzwischen ist dann auch die nötige Tiefe hinzugekommen und die Spieler reifen bspws. an der Europa League weiterhin.

In Bremen läuft es weit weniger rund. Der Klassenerhalt ist in Gefahr und die Leistungen passen zum Tabellenplatz. Ist Werder in dieser Situation überhaupt ein ernstzunehmender Gegner für euch?

Sagen wir mal so. Spielt Werder den Fußball der letzten Wochen ist Bremen ein schlagbarer Gegner. Leider kommt die unbekannte Variable “Mannschaft-mit-Potenzial-für-mehr-im-Abstiegskampf” mit ins Spiel. Wer weiß was da passiert?

Dein Tipp?

1:3!

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    8 Gedanken zu „3 Fragen zu Bayer Leverkusen

    1. ich habe für heute das original trikot rausgekramt, mit dem einer der spieler damals 1988 die meisterschale in empfang genommen hat. eine praktikantin hat mir das zum abschied geschenkt. ihr vater war damals zeugwart und hat es geschenkt bekommen. sie hat es ihm dann aus dem schrank geklaut und mir geschenkt. es muss einfach glück bringen.

    2. du bist schuld, dass es kein sieg geworden ist :)
      bin schon auf deinen bericht gespannt. ich fand es wieder mal sehr schlimm. werder gelingt kaum einmal ein erfolgsversprechender spielaufbau, fast nur lange bälle. der punktgewinn war wichtig und glücklich zugleich.

    3. Ich fand die Spielanlage eigentlich ganz passabel, auch die aller Orten beschriebene Überlegenheit in allen Bereichen durch Leverkusen habe ich so nicht gesehen. Hatte den Eindruck, dass Bremen das Heft des Handelns mehrheitlich in der Hand hatte, außer vielleicht in den 30 Minuten nach der HZ-Pause.
      Es ist ein Dilemma, dass Bremen halt nicht tabellenstandsgemäß rein reaktiv spielen kann, weil die Mannschaft das halt einfach nicht kann. Vielmehr müssen sie bei all der Verunsicherung und dem Druck selber das Spiel zu machen versuchen, und im Gegensatz zu den letzten Spielen gelang das auf jeden Fall besser. Wobei es ja auch in den Spielen davor gute Phasen gab, gestern war die mal ein bisschen länger.
      Negativ kann man imho nur Wagner anmerken, hätte an seiner Stelle Almeida gestanden wäre sicher mehr möglich gewesen. Ich bin inzwischen verunsichert, dachte immer, dass er schlecht drauf ist und habe ihm durchaus was zugetraut, aber es in all den Einsätzen gar nicht auf den Platz zu bringen, eigentlich nie richtig zu stehen und jeden Ball drei Meter vom Fuß springen zu lassen, da muss man bald annehmen, dass er es wirklich einfach nicht kann. Gewinnt nichtmal Kopfballduelle nach Abschlägen oder sowas.
      Jedenfalls fand ich esfür die momentane Situation ein annehmbares Spiel, Borowski im Abschluss unglücklich, ansonsten geht das vielleicht ganz anders lang. Trinks mit einer seiner Erfahrung gemäßen sehr guten Leistung. Bin zufrieden, hoffe aber, dass der Ausgleich nicht überinterpretiert wird, weil allein der gezeigte Wille keine zukünftigen Punkte garantiert, da muss doch noch eine spielerische Verbesserung / Konsolidierung her.

    4. ich sehe das ein wenig anders. wenn man jetzt nur von der jetzigen situation ausgeht, dann war es wesentlich besser als gegen hamburg, aber: wenn leverkusen nach dem 2-0 nicht das spielen einstellt holt werder nie und nimmer einen punkt. ganz im gegenteil, dann kontert leverkusen und am ende steht wieder ein 0-4 oder ähnliches.
      werder spielt den ball ein paar mal hinten rum und irgendwann kommt der lange ball, so sehen 80% der angriffe aus. leider. natürlich: leverkusen ist eine spitzenmannschaft. ich finde es halt erschreckend, wie unsere mannschaft in den letzten 2 (oder 3) jahren heruntergewirtschaftet wurde, dass man jetzt mit einer solchen vorstellung zufrieden ist. natürlich freue ich mich, glaube aber kaum, dass das ein befreiungschlag war. gegen gladbach,stuttgart, wolfsburg kann man mit so einer leistung durchaus verlieren.

    5. also wenn man nur dieses spiel betrachtet sehe ich das ähnlich wie andre.
      werder hatte zumindest bis zum 0:1 die besseren chancen und stand defensiv wesentlich besser als zuletzt. na klar darf leverkusen ein 2:0 nicht mehr verspielen, den spielverlauf gänzlich auf den kopf gestellt haben die späten bremer tore aber nicht.
      die leistung von gestern war wirklich ok und gibt zumindest wieder hoffnung.
      nun muss werder (gefühlt zum ersten mal in der saison) auch mal einen positiven trend bestätigen und in freiburg 3 punkte einfahren.
      wegen mir sollte schaaf auch wieder die selbe startformation bis auf wagner gegen den sc ins rennen schicken. wagner zeigte sich zwar auch verbessert, immerhin hatte er mal ne chance und wenn ich mich recht erinnere auch eine “vorlage” als er den ball zu boro “durchgesteckt” hat, als partner für pizza scheint er mir aber aus schon viel beschriebenen gründen (derzeit) nicht geeignet.

    6. @jens: Ich stimme insofern zu, als dass natürlich das Gezeigte im Vergleich zu dem über Jahre gewohnten Spiel eher mager war, würde dies aber auf die mannschaftliche Verunsicherung schieben. Und natürlich hatte Leverkusen die eindrucksvollere Spielanlage, keine Frage, aber vorgeführt haben sie uns trotz allem nicht, vielmehr würde ich auch hier die allzu große Lücke im Selbstvertrauen als maßgeblich erachten, rein von den Chancen und der Spielverteilung fand ich das ganz passabel und das sollte ein wenig Mut machen können. Natürlich ist es aber zumindest von den Punkten her kein Befreiungsschlag, und wie ich schon schrieb muss eine spielerische Konsolidierung her, sonst wird das mit den Punkten nix und dann war all das Aufbäumen auch für die Katz.
      Allzu viele lange Bälle habe ich im Übrigen nicht gesehen, höchstens in der Phase, in der Leverkusen schon sehr tief verteidigt hat. Das hätte aber wohl jede Mannschaft abseits Barcelona so gemacht, insofern hier kein Vorwurf von mir. In meinen Augen war das Ineinandergreifen der Mannschaftsteile gegenüber vorherigen Spielen, bis zurück zum Hoffenheimspiel, deutlich verbessert, die Sturmspitzen hingen nicht derart in der Luft wie letztens. So Phasen gab es in den Spielen davor auch mal, jedoch waren sie kürzer, einmalig, und wie auch gegen Leverkusen stand am Ende ein Gegentor. Hier hat man sich allerdings danach nochmal aufgerafft und das Spiel wieder in die Hand nehmen können. Gemessen an der Verunsicherung der Mannschaft its das denke ich schon sehr ordentlich.

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