3 Fragen zum 1. FC Köln

Vor jedem Bundesligaspiel gibt es in dieser Saison ein Kurzinterview mit einem Fan/Blogger unseres Gegners. Vor dem 2. Spieltag hat mir der Spielbeobachter drei Fragen zum 1. FC Köln beantwortet:

Für beide Clubs war der 1. Spieltag ziemlich ernüchternd. In Bremen ist der 1. FC Köln nicht unbedingt Favorit. Wäre Euer Saisonstart bei einer Niederlage gegen Werder völlig in die Hose gegangen oder alles halb so schlimm?

Völlig in die Hose gegangen im Sinne von “Der Trainer steht kurz vor der Entlassung, die Neueinkäufe werden hinterfragt, der Mob klingelt an Overaths Tür” wäre der Start wohl erst, wenn nach einer potentiellen Niederlage gegen Euch noch eine im Heimspiel gegen St. Pauli folgen würde. Grundsätzlich ist schon allen klar, denke ich, dass Werder trotz der Klatsche gegen Hoffenheim eine Mannschaft ist, die am Ende vor der des FC zu erwarten ist, insofern sollte eine Niederlage nicht das Ende aller Tage sein. Aber natürlich – 0 Punkte nach den ersten beiden Spieltagen, ein dann zu erwartender Tabellenplatz in der Abstiegsregion, wenn nicht gar ganz hinten: Ein guter Start sieht ganz anders aus. Sagen wir also: Irgendwo zwischen “Alles halb so schlimm” und “Völlig in die Hose gegangen”.

Werders Abwehr gilt allgemein als wenig sattelfest, was sich zu Beginn dieser Saison noch einmal gesteigert hat. Köln hat letzte Saison mit die wenigsten Tore der Liga geschossen. Neutralisiert sich das gegenseitig oder bist Du zuversichtlich, dass Ihr unsere Schwächen hinten ausnutzt?

In der letzten Saison war der FC extrem auswärtsstark, der sechste Platz in der Auswärtstabelle und die wenigsten kassierten Tore auf des Gegners Platz sprechen da eine deutliche Sprache – diese Stärke war allerdings vor allem der massiven Defensive zu verdanken. Das Augenmerk bei der Umgestaltung der Mannschaft lag in Folge dessen in erster Linie auf der Verstärkung der Offensive: Die Inthronisierung Taner Yalcins als offensive Kraft im Mittelfeld, der Einkauf von Mato Jajalo, die Versetzung Podolskis vom Mittelfeld in den Sturm – all das soll dem Ziel dienen, torgefährlicher zu werden. Ob das gelingt, insbesondere in der Frühphase der Meisterschaft, kann ich nicht beantworten, das Spiel gegen Kaiserslautern taugte ob der frühen roten Karte nicht als Gradmesser. Aber ich hätte ganz und gar nichts dagegen, wenn Werder dem mit ein wenig Hühnerhaufenstil nachhelfen würde.

Youssef Mohamad sah gegen Kaiserslautern eine sehr frühe rote Karte. In Deinem Blog hast Du Dich heftig über die lange Sperre für ihn aufgeregt. Hat sich Dein Ärger langsam verzogen oder bist Du immer noch sauer auf den DFB? Wie schwer wiegt der Verlust eures Kapitäns?

Unverständlich ist mir das immer noch. Die Standardstrafe für eine Notbremse sind 2 Spiele Sperre. Angesichts der Tatsachen, dass das “Foul” eher ein beidseitiges leichtes Gerangel war und dass schon das Spiel gegen Kaiserslautern quasi komplett ohne Mohamad bestritten werden musste, ist eine Strafe, die über diese Standardstrafe hinausgeht, nicht nachzuvollziehen. Und ja, Mohamads Fehlen wiegt schwer, nicht nur, weil er Kapitän ist und hin und wieder auch Vorne für Gefahr sorgen kann, sondern auch, weil sein Partner in der Innenverteidigung, Pedro Geromel, wegen eines Muskelfaserrisses ebenfalls fehlt. Damit fehlt die komplette Innenverteidigung, also das Prunkstück der letzten Saison. Das macht ein bißchen Sorge.

Dein Tipp?

Ich hoffe auf ein 2:2.

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