Büttenrede zum Aschermittwoch

Als Nordlicht hat mich der Karneval seit Ende der Grundschulzeit nicht mehr wirklich interessiert. Dem Fernsehen sei dank, denke ich seit einigen Tage trotzdem nur noch in Reimform – in kölschem Dialekt! Zum Aschermittwoch habe ich daher eine kleine Büttenrede an unsere Mannschaft geschrieben, die ich hier nun – als kleinen Arschtritt vor dem Ajax-Spiel – präsentieren will. Meinen ehemaligen Deutschlehrern wird sie wohl die Tränen in die Augen treiben und der Inhalt macht auch nicht viel Sinn.

Aber trotzdem, wollemerenreinlasse?

Liebe Leute, liebe Leute,
ich heiße euch Willkommen heute,
zur Büttenrede an die Mannschaft,
damit sie wieder Punkte ranschafft.

Zuletzt lief’s leider nicht so rund,
es gab so manche schwere Stund’,
darum gibt’s heut für unsre Jungs,
nen Nackenschlag, zwecks neuen Schwungs.

Lasst uns doch mal die Spieler nennen,
die Spiel für Spiel das Spiel verpennen:

Im Tor steht meistens eine Wiese,
die Kühe freut’s, hält er auch miese.
Alternativ gäb’s noch den Dicken,
der lässt sich nur zu selten blicken.

Davor steht Per, der weiße Hühne,
macht gerne mal ganz frei die Bühne,
für seine Gegenspieler freilich,
die haben’s nämlich häufig eilig,

sonst kommt von hinten Na-Na-Naldo,
beißt ihm ins Bein wie Nachbars Waldo:
Doch leider ist nach vielen Finten,
Der Ball im Netz und Werder hinten.

Dann müssen wir’s halt selber schießen,
das nächste Tor, und nicht verdrießen!
Drum kommt Almeida von der Bank,
ein Typ wie’n Stier, ein Kreuz wie’n Schrank.

Egal wo sich der Kerl befindet,
ob er den Torwart überwindet,
die Kurve brüllt schon den Torschrei -
er schießt ihn trotzdem weit vorbei.

Geht er zu Real, Barca, Inter?
Das wissen wir nach diesem Winter.
Vielleicht trifft dann der Miro wieder
und laut erkling’ die Werderlieder.

Bis dahin steht er meistens vorne,
wo er entgeht des Lutschers Zorne,
denn dribbelt Diego in die Beine,
nen Knoten, leider sind es seine.

Der Fringser kann das gar nicht Leiden,
auch wenn die Fans sich daran weiden,
drum packt er seine Grätsche aus
und schickt die 10 ins Krankenhaus,

Daneben wirkt der Timbo blass,
sein Gegner macht ihn ständig nass,
das wird dem Trainer bald zu bunt
und bringt für ihn den Aaron Hunt,

Der hat zwar lange nichts gerissen,
doch meistens sich ins Zeug geschmissen,
er schlägt den Fußball erste Sahne,
bis zu des Gegners Eckpunktfahne.

Dort weit und breit kein Spieler steht,
weshalb der Aaron wieder geht,
damit der Vranjes’ – dem’s genügt,
wenn er des Gegners Platz umpflügt -

im Mittelfeld Stabilität
bringt –leider ist’s zu spät!

Da kann Wome sich noch so grämen,
der Fritz sich noch so leise schämen,
der Jensen noch so traurig gucken,
der Schulle auf den Rasen spucken,
der Rosenberg die Nase rümpfen,
der Owo auf den Schiri schimpfen,
der Baumi die Kollegen schelten,
der Schindler als Talent auch gelten –

beim Abpfiff ist das Spiel verloren
der Gegner geizte nicht mit Toren,
drum steht’s am Ende null zu sieben,
immerhin unter zehn geblieben!

Das ist doch gar nicht mal so übel,
jetzt gehen wir erstmal ordentlich kübel(n).

Derweil der Trainer wird entlassen,
worauf die Spieler schnell erblassen,
denn Magath ist grad auf dem Markt,
sein Auto schon vorm’ Stadion parkt,

Der Quälix seine Messer wetzt
und seine Spieler richtig hetzt:
„Steht nicht so rum, ihr faulen Affen,
Meisterschaft, das kommt von Schaffen!“

Tä-Tääää-Tä-Tääää-Tä-Tääää!

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