Schlagwort-Archiv: 17. Spieltag

Wie defensiv wird es auf Schalke?

Zum Abschluss der Hinrunde geht es gegen Schalke 04 und damit hat Werder die letzte Chance, doch noch gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten. Mit einem Unentschieden könnte nach den letzten Auswärtsspielen wohl jeder im Verein gut leben. Mit dann 30 Punkten hätte man das Soll sicherlich erfüllt. Schon jetzt ist es die punktemäßig beste Hinrunde seit vier Jahren.

Aus Zwei mach Drei

Werders Personalsituation ist weiterhin angespannt. Zwar kommt mit Marko Marin ein Verletzter zurück und auch die angeschlagenen Naldo, Wolf und Ignjovski wurden rechtzeitig wieder fit, doch im Mittelfeld drückt der Schuh. Selbst wenn Marin schon bereit ist für die Startelf, hat man mit Fritz und Ignjovski zwei Spieler für drei Positionen. Einer von beiden muss wohl oder übel Sokratis als Rechtsverteidiger ersetzen (vermutlich Iggy). Wahrscheinlich wird Trinks dann links auf der Halbposition im Mittelfeld spielen, wo er mir gegen Wolfsburg nicht so gut gefallen hat. Er hat zwar die nötige Ruhe am Ball, aber in puncto Präsenz und Zweikampfstärke fehlt ihm noch etwas.

Die Alternativen hießen Wesley oder Trybull, kämen aber beide äußerst überraschend, da ersterer ein Risiko ist und zudem seit langem keinen nennenswerten Einsatz mehr hatte und letzterer noch unerfahren in der Bundesliga ist. Beide dürften daher auf der Bank sitzen. Offensiv sieht es dagegen richtig gut aus. Pizarro ist fit, Rosenberg strotzt plötzlich vor Selbstvertrauen und Arnautovic ist trotz seiner Slapsticknummer gegen Wolfsburg sowohl für den Angriff als auch für die 10er-Position ein starker Backup. Spannender als die Aufstellung ist daher die Frage nach der Taktik.

Duell der Rauten

Schalke ist ohne Farfan eine andere Mannschaft. Nach seiner Verletzung lahmte das Flügelspiel und die beiden Stürmer Raul und Huntelaar verhungerten im Zentrum. Zuletzt hat Stevens sein System jedoch auf ein 4-4-2 mit Raute umgestellt, wobei mit Jurado und Holtby zwei kreative Leute auf den Halbpositionen spielen. Raul ist kein Spielmacher, fühlt sich aber derzeit sichtlich wohler, weil er sich nicht ständig nach hinten fallen lassen muss, um Anschluss ans Spiel zu finden, was ihm nicht mehr wirklich liegt. Mit Pukki hat er einen laufstarken Spieler vor sich und kann seine Übersicht und Technik ausspielen. Huntelaar ist vorne eiskalt, wenn er mit Bällen gefüttert wird, was zuletzt wieder ganz gut gelang.

Wie kann Werder gegen diese Mannschaft bestehen? Im letzten “Rautenduell” gegen Mainz siegte Werder, wenn auch knapp und etwas glücklich. Schalke ist spielerisch keine Übermannschaft, hat sich unter Stevens in dieser Hinsicht nicht sonderlich weiterentwickelt. Schaut man sich Schalkes Konterstärke und Werders -schwäche an, spricht vieles für eine eher abwartende und vorsichtige Herangehensweise. Bevor man wie in Gladbach spielfreudig ins offene Messer rennt, wird Schaaf seine Mannschaft eher tief stehen lassen, dem Gegner die Initiative überlassen und im Mittelfeld die Räume eng machen. Gegen Bayern hat dies letztlich nicht funktioniert und man wurde zu weit hinten rein gedrängt. Gegen Schalke könnte es jedoch Erfolg bringen (so wie 2010, als man mit einer defensiven Taktik 2:0 auf Schalke gewann und dann im Pokalfinale gegen die Bayern mit ähnlicher Ausrichtung unterging).

Probleme mit Kontern und starken Gegnern

Eines der großen Probleme bei Werders Auswärtsspielen ist das Umschalten. Zu Saisonbeginn (Leverkusen, Hoffenheim) sah das noch gut aus, doch zuletzt tat man sich sehr schwer nach der Balleroberung im gefährlichen Bereich schnell nach vorne zu spielen. Wenn der Gegner nicht gerade so freundlich mithilft, wie Wolfsburg am letzten Samstag, strahlen Werders Konter zu wenig Torgefahr aus. Auf der anderen Seite macht Werder unabhängig von der Grundausrichtung zu viele Fehler im taktischen Defensivverhalten, die es kaum einmal ermöglichen, der Heimmannschaft das Spiel lange bei 0:0 aufzuzwingen. Dann würden Gegner und Publikum irgendwann unruhig werden, was wiederum zu mehr Fehlern und mehr Platz zum Kontern führen könnte.

Nach dem Spiel werden wir wissen, ob Werder in dieser Hinrunde nur Best of the Rest war oder tatsächlich auch gegen einen Großen etwas Zählbares holen kann. Wobei Schalke ähnliche Charakteristika aufzeigte, wie die Grün-Weißen: Ein überragender Torjäger im Team, spielerisch teils mit großen Problemen, gegen die Spitzenmannschaften überfordert (Bayern, BVB) und dennoch viele Siege und gute Platzierungen.

Somit genau der richtige Gegner zum Abschluss eines Jahres, das für Werder vor allem ein Kampf gegen sich selbst war, gegen die eigenen Probleme und dann schließlich erst gegen den Abstieg und für den Anschluss an die Bundesligaspitze.

 

Never Dreamed You’d Leave in Summer

Bundesliga, 17. Spieltag: Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern 1:2

Nachdem mich die letzten Wochen einigermaßen zuversichtlich stimmten, dass sich Werder auf einem guten Weg aus der Krise befände, hat die Mannschaft diese Zuversicht mit einem erneuten Offenbarungseid zum Ende der Hinrunde weggewischt. Nach der verdienten Heimniederlage gegen den Aufsteiger aus Kaiserslautern bleiben eine Menge offene Fragen, die es in der Rückrunde zu beantworten gilt.

Anhaltende Konzentrationsmängel

Es ist die ewig gleiche Mischung aus defensiver Fragilität und offensiver Einfallslosigkeit, die Werder in dieser Saison vor Probleme stellt. Es fehlt an Struktur im Spielaufbau, an Automatismen in der offensiven Mittelfeldreihe, an gefährlichen Standardsituationen. Dazu kommen die anhaltenden Personalprobleme, mit immer neuen Ausfällen, die zu ständig wechselnden Startformationen führen. Kaiserslautern hat im Weserstadion gut gespielt, immer wieder gefährlich gekontert und Werder im zentralen Mittelfeld weitgehend kontrolliert. Es wurde ihnen von Werder allerdings auch einfach gemacht.

Das Gegentor in der ersten Minute war ein weiteres Exemplar Bremer Konzentrationsschwäche, die bei Torsten Frings anfing, sich über Petri Pasanen fortsetzte und in Per Mertesacker kulminierte. Leider ist unser Abwehrturm nicht nur körperlich manchmal zu unflexibel. Als er Lakics Laufweg erkannte und darauf reagierte, war schon alles zu spät. Über weite Strecken der 1. Halbzeit fand Werder überhaupt nicht ins Spiel, was nicht allein durch Verunsicherung wegen des frühen Rückstands zu erklären ist. Weder Marin noch Hunt konnten für Impulse sorgen und das zuletzt gefestigte defensive Mittelfeld wies dieselben strukturellen Mängel auf, die schon über weite Strecken der Hinrunde Werder das Leben schwer gemacht haben.

Ausgelutscht?

Auch nach dem frühen Wechsel und der Systemumstellung tat sich Werder weiterhin schwer. Zwar gab es nach dem Ausgleich durch Hunt einige starke Minuten, in denen (meist durch Einzelaktionen) Torgefahr entstand, doch das war – wie sich schon kurz nach Wiederanpfiff zeigte – bloß ein Strohfeuer. Der erneute Rückstand war sinnbildlich für Torsten Frings Hinrunde. Zunächst traf er die falsche Entscheidung, als er statt des einfachen Balls eine Pirouette drehte, mit der er sich in eine gefährliche Situation brachte. Dann kam noch Pech dazu, weil er auf dem glatten Boden den Halt und damit auch den Ball verlor. Natürlich ist es nicht Frings Schuld, dass Sekundenbruchteile später auch noch Fritz ausrutschte, aber ein Spieler mit seiner Erfahrung sollte solche kritischen Situationen von vornherein verhindern. Alle großen Defensivspieler, die bis ins hohe Alter ihre Klasse halten konnten, verstanden sich hervorragend darin, gefährliche Situationen zu antizipieren und zu verhindern, bevor ihnen ein junger Gegenspieler ihre nachlassende Schnelligkeit um die Ohren hauen konnte. Genau dies scheint Frings nicht zu gelingen und deshalb hoffe ich sehr für ihn, dass er die Zeichen der Zeit erkennt und seine Karriere im Sommer beendet.

Ich möchte kein Frings-Bashing betreiben, denn er hat sehr viel für unseren Verein geleistet, aber es reicht einfach nicht mehr, um bei einem Verein mit Werders Ansprüchen eine Führungsrolle auszuführen. Leider. Noch reicht es aber dazu, sich in Würde zu verabschieden und vielleicht dem Verein in einer anderen Rolle weiterzuhelfen. In der letzten Rückrunde war Frings noch unsere Lebensversicherung in der Schlussphase vieler Spiele, in denen er als Antreiber und kühler Vollstrecker überzeugte. Am Samstag wurde er nicht zum ersten Mal in dieser Phase ausgewechselt. Sein Gesichtsausdruck beim Verlassen des Spielfelds war die bildliche Untermalung der Schlagzeilen, für die er unter der Woche gesorgt hatte. Für ihn kam Said Husejinovic in die Partie – nicht unbedingt ein Hoffnungsträger.

Doppelnull statt Doppelsechs

Der Wechsel war ein weiterer Ausdruck der Verzweiflung unseres Trainers. Nachdem die Umstellung in der ersten Halbzeit noch für eine gewisse Belebung gesorgt hatte, brachten die beiden Wechsel in der zweiten Halbzeit kaum einen Effekt. Mit Bargfrede und Frings nahm Schaaf beide Sechser vom Feld und brachte zwei weitere Offensivspieler. Man kann darüber diskutieren, ob es bei Werders Harakiri-Stil überhaupt noch einen Unterschied macht, ob die Positionen vor der Abwehr nominell besetzt sind oder nicht. Wenn beide Sechser so weit aufrücken, dass Abstände jenseits von Gut und Böse zwischen Viererkette und Mittelfeld entstehen, kann man auch gleich die Zone vor dem Strafraum mit dribbelstarken Kreativspielern bevölkern. Dumm nur, wenn den Innenverteidigern die kurzen Anspielstationen im Aufbau fehlen und mit Wagner und Arnautovic nur eineinhalb Spieler mit langen, hohen Bällen anspielbar sind. Ein stärkerer Gegner hätte Werder mit drei, vier präzisen Kontern eine richtige Abreibung verpasst.

Das Brechen und Würgen hätte für Werder in der Tat noch mit einem Punkt belohnt werden können, wenn Wagner den Kopfball aus kurzer Distanz am Torwart vorbei bekommen hätte. Einzelaktionen, die mit einem Anspiel auf Wagner endeten, waren an diesem Tag Werders einzige Waffe. Leider bleibt Wagner noch immer den Beweis schuldig, dass er ein guter Bundesligastürmer sein kann. Die Kritik an ihm finde ich insgesamt zu hart (immerhin ist er auf Bundesliganiveau ein Neuling und für Werder eigentlich Stürmer Nummer 4), aber außer ein paar guten Ansätzen ist noch keine Entwicklung erkennbar. Wagner kann als Stürmer eigentlich alles – irgendwie – aber nichts davon so gut, dass es ihn zu einer Bereicherung für unser Spiel machen würde.

Saisonziel: 40 Punkte

Noch vor dem Spiel sprach Klaus Allofs vom Anschluss an Platz 5. Angesichts der vielen Überraschungsmannschaften in der oberen Tabellenhälfte ist dieses Ziel nicht völlig unrealistisch. Die letzte Saison hat gezeigt, wie schnell man in dieser ausgeglichenen Liga einen Rückstand aufholen kann. Trotzdem halte ich es für ein falsches Signal, weil es die vorhandenen Probleme überspielt und suggeriert, wir wären schon wieder auf dem Weg nach oben. Es ist nicht das erste Mal, dass Allofs mit solchen Ansagen auffällt und ich würde mir wirklich wünschen, dass er sich mit damit in Zukunft etwas zurückhält. Mit 19 Punkten aus der Hinrunde heißt das erste und einzige Ziel, den Klassenerhalt zu sichern. Wenn die 40 Punkte früh erreicht werden sollten, kann man sich immer noch nach oben orientieren. Zum jetzigen Zeitpunkt wirkt es bestenfalls verzweifelt und im schlechtesten Fall wie einsetzender Realitätsverlust. Also Herr Allofs, bitte in der Winterpause etwas zurückhalten mit den Kampfansagen!

Für Thomas Schaaf geht es in der Rückrunde indes um mehr als nur den Klassenerhalt. Er muss beweisen, dass es sich bei ihm in der Hinrunde nur um eine Formkrise handelte, und er die Mannschaft wieder zurück zu alter spielerischen Klasse führen kann. Er muss beweisen, dass er noch immer talentiertes Personal weiterentwickeln und zu Spielern internationaler Klasse formen kann. Und er muss beweisen, dass er seiner Mannschaft ein geeignetes Post-Rauten-System verpassen kann.

Diese schlechte Hinrunde würden wir alle gerne vergessen. Ich erwarte von jedem einzelnen Werderaner, dass er alles dafür gibt, dass wir das schon bald guten Gewissens tun können.

17. Spieltag: Leistungsgerecht

Hamburger SV – Werder Bremen 2:1

So endet also diese über weite Strecken viel versprechende Hinrunde. Eine Niederlage gegen 10 Hamburger, die sich die drei Punkte sehr hart erarbeitet haben und trotz geschätzten 753 hundertprozentiger Torchancen für Werder diesen Sieg auch verdient haben. Mit 28 Punkten steht Werder nun auf Platz 6 der Tabelle und wenn man ganz ehrlich ist gehört man dort auch hin. Im Fußball geht es eben nicht um Serien, weder niederlagen- noch gegentorlose.

Die Platzverhältnisse in der AOL-Arena oder wie sie gerade heißt waren grauenvoll. Darüber darf man sich als Spieler kurz ärgern, aber dann hat man sich verdammt nochmal damit zu arrangieren und die Spielweise entsprechend anzupassen. Bevor Werder überhaupt gemerkt hatte, dass hier ein Nordderby stattfindet, führte der HSV schon mit 1:0. Leider zeigte Werder danach, wie man momentan mit Druck umgeht: Hunt lässt sich zu 2-3 angedeuteten Tätlichkeiten hinreißen, Wiese stürmt übermotiviert aus dem Tor und schenkt den Hamburgern das 2:0 und ich schwöre hoch und heilig, wenn Marin in der Rückrunde auch nur eine Schwalbe produziert, fahre ich persönlich zum Trainingsplatz und mache ihn noch einen Kopf kürzer, als er sowieso schon ist.

Ab der 30. Minute hatte ich keine Lust mehr, dieses Spiel zu gucken. Es geht mir gar nicht darum, ob der Kontakt zwischen Boatengs Arm und Marins Schulter ausreichend war, um einen 64 Kilo leichten Spieler so zu behindern, dass man es als Regelverstoß ahnden müsste, sondern darum, dass er in der Situation nicht fallen muss. Er fällt aber. So wie er immer fällt, in vergleichbaren Situationen. Ich will das einfach nicht mehr sehen bei Werder! Marin ist ein Riesentalent, aber er ist noch weit davon entfernt in wirklich guter Spieler zu sein. Teil eines “magischen” Drei- bis Vierecks? Lächerlich! Auch Özil ist bei aller Klasse noch immer ein kleiner Junge, der keine Lust mehr hat, wenn man ihm den Ball wegnimmt. Seine Schultern hatten gestern in der zweiten Halbzeit fast schon Bodenkontakt, so sehr ließ er sie hängen. Der bessere Diego?

Erst nach 75 Minuten schien Werder kapiert zu haben, worum es in diesem Spiel eigentlich geht. Selbst danach hätte man die zehn müden Hamburger noch aus ihrem eigenen Stadion schießen können, doch Hunt und Marin trafen wie Naldo in der ersten Hälfte nur die Latte, Borowski schoss aus 16 Metern direkt in Rosts Arme, Pizarro scheiterte aus kurzer Distanz ebenfalls am Keeper und wiederum Hunt und Marin nahmen sich ein Beispiel an Prödl und setzten den Ball aus 4 bzw. 6 Metern am leeren Tor vorbei. Lediglich Naldo traf in der letzten Minute noch 1:2. Zu spät, aber dennoch Grund genug für überschwänglichen Jubel auf Seiten einiger Werderspieler. Na dann.

Was bleibt also an Erkenntnissen nach dieser ersten Auswärtsniederlage seit sieben Monaten? Dass Prödl als rechter Verteidiger nicht bundesligatauglich ist? Keine Neuigkeit, aber vermutlich kein Grund für Allofs in der Winterpause hier tätig zu werden. Es ist dann eben “Pech”, dass Fritz und Boenisch verletzt sind. So kann man es auch sehen. Wie man aber eine “junge Mannschaft” sehen kann, wie Allofs nach dem Spiel ins Sky-Mikrofon diktierte, ist mir ein Rätsel. Jung? Wiese, Naldo, Mertesacker, Pasanen, Frings, Jensen, Pizarro… ach Klausi, selbst Aaron Hunt spielt inzwischen seine sechste Saison als Profi bei Werder.

Dennoch ist nach zwei verlorenen Spielen nicht plötzlich alles schlecht, genau wie vorher nicht alles gut war. Ich glaube auch ich nicht, dass der sportlichen Führung die wahren Probleme verborgen geblieben sind und ich habe immerhin die Hoffnung, dass in der Winterpause daran gearbeitet wird. Sie liegen zum einen im mentalen Bereich. Wo man in der letzten Rückrunde gerade in den entscheidenden Spielen, den nötigen Willen aufbrachte und in Durchschlagskraft umwandelte, bekommt man heute Lektionen erteilt. Dafür spielt man in dieser Saison konstant, was in der letzten Saison völlig abging. The grass is always greener… Andererseits liegen die Problem dort, wo auch die große Stärke liegt: Im Mittelfeld. Einerseits haben wir dort Borowski und Jensen, die das alte Werder-Kombinationsspiel praktizieren, andererseits Özil, Hunt und Marin, die mehr auf 1 gegen 1 Situationen und Schnelligkeit setzen. Gelingt es, diese beiden “Schulen” zusammen zu führen, ist Werder eine absolute Topmannschaft. Gelingt es nicht, zerfällt das Gebilde in seine Einzelteile. Ich habe die Hoffnung, dass es in der Rückrunde noch besser klappt, als schon über weite Strecken der Hinrunde.

Unterm Strich stehen im Kalenderjahr 2009 nach 34 Bundesligaspielen 47 Punkte auf dem Konto. Das ist zwar ebenso eine zahlenspielerei, wie die oben genannten Serien, aber eines hat dieser Autor daraus dennoch gelernt: Nach dem 13. Spieltag gibt man keine Meisterschaftsprognose ab. Period.

Frohe Weihnachten und ein grün-weißes Jahr 2010 allen meinen Lesern!