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Die Glaskugel 2012

Die Saison hat schon begonnen, ohne dass ich den obligatorischen Blick in meine notorisch unzuverlässige und inzwischen etwas divenhafte Glaskugel geworfen habe. Höchste Zeit das nachzuholen!

Meine Abschlusstabelle 2011/12:

1. Bayer Leverkusen – Nachdem sie mir letztes Jahr einen Strich durch die Meisterschaftsrechnung gemacht haben, tippe ich dieses Jahr erst recht auf sie. Dutt ist ein guter Trainer und er wird nicht lange brauchen, um aus diesem Kader ein großes Team zu formen. Selbst Ballack wird noch mal eine gute Saison spielen – sagt die Glaskugel.

2. Borussia Dortmund - Der Weg über die Meisterschaft führt nur über den BVB. Derzeit sind die Dortmunder allen anderen noch ein Stück voraus, doch der Vorsprung wird die Saison über schmelzen. Die Bürde des Meisters wird schwer werden, dazu kommt die Champions League. Dennoch traue ich der Borussia Platz 2 zu.

3. Bayern München - Osram könnte in dieser Saison wieder über allen strahlen, doch ich halte ihn taktisch nicht für gut genug, um Bayern nach ganz oben zu führen. Eigentlich wäre der Rekordmeister wieder dran, aber die Konzentration auf das CL-Finale im eigenen Stadion (das man nicht erreicht) und die Stärke der Konkurrenz sorgen für ein seit 1996 nicht mehr da gewesenes Szenario: Der FCB wird zweimal in Folge nicht Meister.

4. VfL Wolfsburg - Magath wird im August und Januar wieder Heerscharen an neuen Spielern kaufen, von denen eine Handvoll auch funktionieren dürften. Nach mittelmäßiger Hinrunde gibt es eine Aufholjagd, die auf dem Qualifikationsplatz für die Champions League endet.

5. FC Schalke 04 - Eigentlich ist den Schalkern unter Rangnick fast alles zuzutrauen – bis auf die Meisterschaft. Es dürfte noch eine Weile dauern, bis das Team in dieser Saison funktioniert und Rangnick seine Handschrift durchziehen kann. Spätestens dann aber ist mit Schalke zu rechnen.

6. Werder Bremen - Die Wundertüte aus Bremen. Wenn man nicht früh in die Abwärtsspirale gerät, kann man aus diesem Kader ein schlagkräftiges Team formen. Das Wenn ist in diesem Fall jedoch besonders groß. Die Glaskugel gibt sich optimistisch und traut Werder die Rückkehr ins internationale Geschäft zu. Spieler der Saison: Sokratis.

7. Hamburger SV - Dass die Glaskugel den Hasipfau hinter Werder sieht versteht sich von selbst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Oenning den Laden in den Griff bekommt. Das Spiel gestern in Dortmund lässt böses befürchten/erhoffen. In der Rückrunde steuert man dann mit neuem Trainer das internationale Geschäft an, wobei man knapp an Werder scheitert (ich mag meine Glaskugel).

8. Hannover 96 - Noch mal wird so eine Saison nicht gelingen. Der Absturz bleibt dank der soliden Arbeit des Trainers jedoch erspart und Hannover erreicht einen soliden Mittelfeldplatz.

9. VfB Stuttgart - Geheimfavorit für viele, doch die Glaskugel ist anderer Ansicht. Einer Mannschaft, die von Bruno trainiert wird, traue ich erst wieder einen Platz an der Spitze zu, wenn ich es mindestens einmal erlebt habe. Ansonsten gilt das gleiche wie bei Werder: Wundertüte.

10. FSV Mainz 05 - Die Boygroup des letzten Jahres wird große Probleme bekommen, zumal in Schürrle und Holtby die beiden wichtigsten Protagonisten ausgestiegen sind. Tuchel ist ein guter Trainer – wie gut wird diese Saison zeigen. Platz 10 wäre nicht mal ein Misserfolg.

11. Borussia Mönchengladbach - Favre. Die Null steht häufig genug, um nicht in den Abstiegskampf zu rutschen. Vorne Reus. ‘Nuff said.

12. 1. FC Köln – Um den Kölnern eine turbulente Saison vorauszusagen, braucht man nun wirklich keine Kristallkugel. Eigentlich ist der Kader zu gut für den Abstiegskampf. Andererseits hat gerade die letzte Saison gezeigt, dass das überhaupt nichts zu sagen hat.

13. Hertha BSC - Die Glaskugel weigert sich, einen Tipp zur Hertha abzugeben. Außer Platz 13 war aber alles schon besetzt, von daher wird’s wohl so stimmen.

14. SC Freiburg – Dutt weg, Cissé noch da. Die Lebensversicherung der Freiburger wird in dieser schwierigen Saison auch dringend gebraucht. Es wäre ein typisches Jahr für einen Freiburger Abstieg, aber die Breisgauer retten sich in letzter Sekunde.

15. TSG Hoffenheim - Mit eineinhalb blauen Augen kommt Hoffenheim durch die Saison. Mehr als graue Maus ist beim einstiegen Blitzaufsteiger nicht mehr drin. Stanislawski ist auch kein Trainer, der mehr aus dem Kader rausholt als drinsteckt, eher im Gegenteil.

16. FC Augsburg - Ja, ich gebe es zu: Ich mag Augsburg. Meine Familie kommt da aus der Ecke (wobei Heidenheim noch näher dran ist…). Ich hoffe sehr, dass die Puppenkiste nicht direkt wieder absteigt. Die Glaskugel zeigt sich gnädig und sagt den Relegationsplatz voraus.

17. 1. FC Nürnberg - Vielleicht fehlt mir die Fantasie, aber ich sehe Nürnberg nach den Abgängen nicht mehr annähernd so gut, wie im Vorjahr. Wenn dann noch etwas Pech hinzukommt, kann es ganz schnell gehen und man findet sich mal wieder in Liga 2 wieder.

18. 1. FC Kaiserslautern - Ich habe bei Lautern ein ganz mulmiges Gefühl. Den Abstieg wünsche ich den Pfälzern nun wirklich nicht, schon allein wegen der guten Arbeit in den letzten zwei Jahren, aber die Glaskugel ist unbarmherzig.

Die Glaskugel 2011

Vor Saisonbeginn treffe ich hier regelmäßig wilde Vorhersagen, wie die Spielzeit laufen wird. Wäre meine Trefferquote dabei nicht so absurd schlecht (Hoffenheim als Vizemeister 2010), könnte ich mich mit Fug und Recht als Krakenorakel der Fußballblogger bezeichnen. So muss ich mich hinter Paul in die Reihe der niederen Weichtiere einreihen. Meine Saisonvorschau 2011 möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten:

Die Abschlusstabelle

  1. Bayer Leverkusen – Richtig gelesen. Bayer macht es dieses Jahr mal anders herum und hält sich über weite Strecken der Saison auf den Plätzen 2 – 4 auf. Am 31. Spieltag holt sich Leverkusen dann die Tabellenführung und gibt sie zum Erstaunen aller Beobachter nicht mehr ab.
  2. Werder Bremen – Spielt eine starke Saison, muss zum Ende aber mal wieder der Mehrfachbelastung Tribut zollen. Werder schafft es in der Champions League bis ins Achtelfinale und spielt beflügelt durch diesen Erfolg eine starke Rückrunde. Leider wird man kurz vor Schluss von Leverkusen überholt und steht mit leeren Händen da.
  3. Bayern München – Eine Saison zum Vergessen für den Rekordmeister. Eigentlich sieht trotz großen Verletzungspechs lange alles gut aus (Herbstmeisterschaft), doch dann kommt das Aus im Champions League Viertelfinale gegen Barcelona und mehrere unnötige Punktverluste gegen kleinere Gegner. Am Ende reicht es deshalb nur zu Platz 3 und einem erneuten Sieg im DFB-Pokal.
  4. Borussia Dortmund – Der BVB kann den Aufwärtstrend der letzten beiden Jahre fortsetzen und etabliert sich in der Spitzengruppe. Erst im letzten Drittel kann man nicht mehr mithalten, erreicht dank der schwächelnden Konkurrenz aber einen sicheren Platz in der Europa League.
  5. Hamburger SV – Einer starken Hinrunde (Platz 2) folgt – wie könnte es auch anders sein – eine durchwachsene Rückrunde mit vielen kleineren und größeren Rückschlägen. Der HSV rettet die Saison mit dem 5. Platz, doch Armin Veh steht zu Beginn der Sommerpause intern heftig in der Kritik. Mal wieder ein bewegter Sommer in der Hansestadt.
  6. VfL Wolfsburg – Der VfL wollte eigentlich an die Erfolge unter Felix Magath anknüpfen, doch trotz hochpreisiger Neuverpflichtungen kommen die Wolfsburger nicht richtig aus den Startlöchern. Ein sechster Platz, der diesmal nicht fürs internationale Geschäft reicht, ist das Ergebnis einer enttäuschenden Saison.
  7. Schalke 04 – Schalke nur auf Platz 7? Trotz ansehnlicher Spielweise stolpert Schalke schon zu Beginn der Saison einige Male und droht den Anschluss zu verlieren. In der Rückrunde kommt es zum Eklat zwischen Trainer und den verfeindeten Grüppchen im Team. Magath gibt daraufhin seinen Rücktritt bekannt. Feuerwehrman Klaus Toppmöller holt am Ende nur einen 7. Platz heraus.
  8. VfB Stuttgart – Die Schwaben mit einem 5. Platz im Winter in Lauerstellung. Leider bleibt dir traditionell gute Rückrunde diesmal aus und Stuttgart versinkt im Mittelfeld der Liga. Den internationalen Wettbewerb sichert man sich durch den Einzug ins Pokalfinale jedoch trotzdem.
  9. 1. FC Kaiserslautern – Überraschungsaufsteiger ohne zu glänzen. Kaiserslautern kämpft sich im letzten Saisondrittel aus dem Abstiegskampf ins gesicherte Mittelfeld. Nicht mehr, nicht weniger.
  10. 1899 Hoffenheim – Hoffenheim beendet die Ära Rangnick im Niemandsland der Tabelle. Nach einer erneut durchwachsenen und spielerisch selten überzeugenden Saison kommt Dietmar Hopp zu dem Entschluss, dass ein Trainer von Weltformat her muss. Rangnick wird daraufhin Nachfolger von Matthias Sammer, der nach wüsten Beschimpfungen gegen Löw und Bierhoff seinen Posten als Sportdirektor beim DFB räumen muss.
  11. 1. FC Köln – Viva Colonia, der sympathische Karnevalsverein aus dem Rheinland hat den Poldi-Blues. Der Nationalspieler kann erneut nicht an seine Form in der Nationalmannschaft anknüpfen. Dennoch zeigen sich die Kölner spielerisch verbessert und holen sich am Ende einen gesicherten Mittelfeldplatz. Für Kölner Verhältnisse ein akzeptables Ergebnis, fürs Selbstbild mindestens zehn Plätze zu schlecht.
  12. FSV Mainz 05 – Der zweite Karnevalsverein erlebt im Winter seine größte Krise seit dem Wiederaufstieg. Trainer Tuchel erweist sich jedoch auch in dieser Zeit als Klopp-Nachfolger und führt die Mainzer noch rechtzeitig aus dem Keller.
  13. FC St. Pauli – Kampf, Leidenschaft und noch mal Kampf. St. Pauli rückt von den eigenen Idealen nicht ab, vernachlässigt aber das spielerische Element, das in der letzten Saison noch für den Aufstieg sorgte. Diese Umstellung macht die Spieler der Hamburger nicht attraktiv, aber sichert letztlich den Klassenerhalt in Liga 1.
  14. Borussia Mönchengladbach – Der guten Frühform (8 Punkte nach 5 Spielen) folgt eine katastrophale Hinrunde, die auf Platz 18 abgeschlossen wird. Zwar gelingt am Ende durch einen Kraftakt noch der Klassenerhalt, doch die schwache Saison des auf dem Papier eigentlich starken Kaders gibt den Verantwortlichen zu denken.
  15. Eintracht Frankfurt – Die Eintracht befindet sich am 30. Spieltag plötzlich im Abstiegskampf. Warum weiß keiner. Heimlich still und leise waren die Hessen, die zwischenzeitlich sogar am oberen Tabellendrittel anklopften, bis auf Platz 15 abgerutscht. Diesen Platz kann man zum Glück verteidigen…
  16. 1. FC Nürnberg – …weil Nürnberg gerne wieder in die Relegation möchte. Die Nürnberger spielen eine konstante Saison, liegen an 27 von 34 Spieltagen auf Platz 16. Der Klassenerhalt wird diesmal erst in der Verlängerung gegen Union Berlin perfekt gemacht, was den Jubel beim Relegationsmeister jedoch nicht trübt – ganz im Gegenteil.
  17. Hannover 96 – Frust in Hannover. Kaum ist die eine schlimme Saison vorbei, fängt die nächste schlimme Saison an. Zwar bleiben dem Verein persönliche Tragödien dieses Mal erspart, aber dafür sieht es sportlich noch schlechter aus. Am Ende steht der Abstieg, gegen den selbst die Verantwortlichen keine guten Argumente mehr finden.
  18. SC Freiburg – Die Wundertüte aus dem Breisgau. Leider reicht es diese Saison hinten und vorne nicht. Spielerisch ganz nett, aber nicht gut genug, um in der Bundesliga richtig mithalten zu können. Wir freuen uns aber schon auf den nächsten Besuch in der Bundesliga, denn der kommt bestimmt.

Aufsteiger

  1. Hertha BSC – Wie konnte das eigentlich passieren mit dem Abstieg letztes Jahr? In Berlin weiß es nach einer überzeugenden Saison in der 2. Liga keiner mehr. Schon bald ist die Hertha wieder im internationalen Geschäft dabei, oder etwa nicht?
  2. Arminia Bielefeld – Das Team aus der Stadt, die es auch bei Google Streetview nicht gibt, steigt zum elfzehnten Mal auf. Freuen wir uns also auf mindestens neun weitere Monate Erstligafußball der Arminia.
  3. Union Berlin – Wie eben schon erwähnt hat Union Berlin in diesem Jahr die Arschkarte gezogen und scheidet gegen Nürnberg in der Relegation aus. Während die Nürnberger sich mehrere Monate auf die anstehenden Spiele vorbereiten konnte, musste Union bis kurz vor Schluss um den dritten Platz kämpfen. Das Leben ist ungerecht.

Torschützenkönig

  1. Ruud Van Nistelrooy - Van the Man wird zu Van ze German. 20 Tore reichen dem Stürmer zum Gewinn der Torjägerkanone. Von Altersmüdigkeit keine Spur.
  2. Patrick Helmes – Jedes Jahr die gleiche Leier, der beste deutsche Torschütze wird von Löw nicht ausreichend berücksichtigt. Mit seinen 18 Saisontoren schießt Helmes immerhin seine Mannschaft zum Titel.
  3. Claudio Pizarro und Edin Dzeko – Zu beiden gibt es nicht mehr viel zu sagen. Pizza liefert in Bremen beständig seine Tore und Dzeko untermauert in einer schwachen Wolfsburger Mannschaft seine Wechselambitionen zu einem europäischen Spitzenverein.