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Nur noch Formsache?

Es ist ein schmaler Grat zwischen Arroganz und Selbstbewusstsein. Fußballdeutschland* überschreitet ihn allerdings traditionell gerne und ohne zu zögern. So lautet die wichtigste Frage vor dem Finale nicht etwa, wie man Argentinien schlagen kann, sondern ob Deutschland dort nur als großer oder doch als haushoher Favorit ins Spiel geht.

7:1 gegen den Gastgeber – eine Einordnung

Man kann das Ergebnis des ersten Halbfinals auf unterschiedliche Weise bewerten. Aus historischer Sicht gehören das Spiel und vor allem das Ergebnis jetzt schon zu den bedeutsamsten Spielen der WM-Geschichte. Höchster Halbfinalsieg, höchste WM-Niederlage Brasiliens, höchste Niederlage eines WM-Gastgebers, Kloses 16. WM-Tor usw. usf.

Aus taktischer Sicht war das Spiel ebenfalls interessant, weil es eines der wenigen Spiele im Turnier war, in denen sich das eine Team kein bisschen auf das andere eingestellt zu haben schien, das andere jedoch hervorragend auf das eine. Brasilien machte nahezu alles falsch in diesem Spiel und es ist schwer begreiflich, wie unglaublich amateurhaft sich Brasilien in der ersten Halbzeit anstellte. Marcelo, Dante, David Luiz und Maicon haben in den letzten vier Jahren alle die Champions League gewonnen und wurden vorgeführt, wie B-Jugendspieler, die zum ersten Mal beim Erwachsenenfußball reinschnuppern durften. Die linke Abwehrseite war offen wie ein Scheunentor, das defensive Mittelfeld nicht präsent, Fred war die falscheste aller Lösungen im Angriff gegen Deutschlands hohe Abwehrlinie. Auch diese Liste lässt sich lange fortführen.

Wie kann so etwas in einem WM-Halbfinale passieren? Wenn eine Mannschaft taktisch so viel falsch macht, ist es unwahrscheinlich, dass die Taktik das Problem ist. Sie dürfte viel mehr Symptom einer rein auf den psychologischen Aspekt des Spiels beschränkten Vorbereitung gewesen sein. Der Druck war für Brasilien ohnehin schon groß genug. Wenn das Spiel dann auch noch darauf reduziert wird, für den verletzten Neymar unbedingt gewinnen zu wollen, brennt den Spielern irgendwann die Sicherung durch. Brasilien hat sich vor dem Spiel zu viel mit sich selbst beschäftigt und zu wenig mit dem Gegner. So gerne ich Scolari mag, das war eine richtig schlechte Coaching-Leistung.

Deutschland nutzte die Fehler Brasiliens gnadenlos aus und lieferte insgesamt ein tolles Spiel ab. Doch auch wenn man sich die Finalteilnahme mit insgesamt starken Leistungen verdient hat, ist das unglaubliche Ergebnis mehr den oben genannten Problemen Brasiliens geschuldet als einer deutschen Leistungsexplosion im Halbfinale.

Das langweilige Gegenstück

Im zweiten Halbfinale quälten Argentinien und die Niederlande einander und die Zuschauer zu einem wenig ansehnlichen 0:0 nach 120 Minuten. Ein Spiel für Taktiker, in dem keines der Teams einen Fehler machen wollte. Der Fokus lag einzig und allein darin, dem Gegner seine Stärken zu nehmen, auch wenn dies auf Kosten der eigenen Stärken ging. Ein klassischer Fall von “Angst essen Seele auf”. Wie man mit sehr viel Seele, aber auch mit Pauken und Trompeten aus dem Turnier fliegen kann, bekamen die Teams ja am Vortag schon von Brasilien vorgeführt.

Welche Rückschlüsse lässt dieses Spiel auf das Finale zu? Sehr wenige. Argentinien zeigte sich bei dieser WM als sehr unangenehmer Gegner, der jedoch von vielen unterschätzt wird. Die Gleichung “Argentinien = Messi und sonst nix” geht nicht auf. Auch nicht nach der Verletzung von Di Maria. Javier Mascherano zählt sicherlich zu den besten Sechsern des Turniers und auch Ezequiel Garay ist ein Garant dafür, dass Argentiniens Defensive sattelfest ist. Die Mannschaft spielt keinen aufregenden, aber sehr erfolgsorientierten Fußball. Der Trainer ist dabei äußerst pragmatisch. Bis zum Halbfinale war Argentinien das Team mit dem meisten Ballbesitz. Gegen die Niederlande, die ihre Stärken vor allem im Spiel gegen den Ball haben, verzichtete Argentinien jedoch auf viel Ballbesitz und überließ dem Gegner die Aufgabe, das Spiel über weite Strecken selbst zu machen. Dabei stellten sie sich so weit hinten rein wie Costa Rica in der Schlussphase des Viertelfinals, sondern verteidigten eher passiv im Mittelfeld und machten das Spiel nach der Balleroberung langsam – eher eine Rarität im modernen Fußball.

Defense wins Championships

Zugegeben: Schön ist der argentinische Ansatz bei dieser WM nicht und man muss die Prämisse vom Erfolg, der alle Mittel heiligt, sicherlich nicht teilen. Es lohnt sich aber, das argentinische Spiel etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, um zu verstehen, warum dieses Team im Finale steht. Als einzige Mannschaft lag Argentinien im gesamten Turnier noch nicht im Rückstand und hat in der K.O.-Runde in 330 Minuten kein einziges Gegentor kassiert. Auch Deutschland steht bekanntlich nicht nur wegen des 7:1 im Finale, sondern auch, weil es Frankreich am langen Arm verhungern ließ und gegen Algerien trotz mancher Wackler nicht in Rückstand geriet.

Wann ist zuletzt eine Mannschaft mit überwiegend spektakulärem Angriffsfußball Weltmeister geworden? Das ist ein Stück weit natürlich Definitionssache. Die Bedeutung einer sattelfesten Defensive für einen WM-Sieg ist hingegen unbestritten. Spanien hat bei allen drei EM- und WM-Titeln keine Gegentore in der K.O.-Runde kassiert. Italiens einziges Gegentor in der K.O.-Runde 2006 war Zidanes Elfmeter im Finale. Griechenlands drei 1:0-Siege in der K.O-Runde 2004 sind hinlänglich bekannt. Brasilien kassierte 2002 das letzte Gegentor im Achtelfinale. Argentinien verfolgt diesen Ansatz knallhart und nimmt dabei sogar in Kauf, sich der eigenen Offensivstärken zu berauben. Auch, weil man mit Lionel Messi eben einen Spieler hat, der ein solches Spiel auf vielfältige Weise entscheiden kann. Diese Mannschaft wird im Finale sicherlich nicht blind ins Verderben laufen.

Trotz allem glaube ich, dass Deutschland die bessere Mannschaft hat, den besseren (nicht nur schöneren) Fußball spielt und im Finale die besseren Siegchancen besitzt. Die Versetzung Lahms auf den Flügel ab dem Viertelfinale erwies sich als richtig, weil Schweinsteiger als alleiniger Sechser (wer hat sich eigentlich diesen Unsinn ausgedacht, das deutsche System in der K.O.-Runde wieder als 4-2-3-1 darzustellen?) besser spielt, als von mir erwartet. Auch das Festhalten an Khedira in der Startelf hat sich spätestens gegen Brasilien bewährt. Löws bester Zug war allerdings – so leid es mir tut – Boateng statt Mertesacker neben Hummels spielen zu lassen.

In einem einzigen Spiel muss das aber nicht den Unterschied machen. Argentinien hat alle Chancen, das Finale zu einem engen Spiel werden zu lassen, in dem Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen. Wenn Mascherano und Biglia das Zentrum dicht halten können und keine individuellen Patzer früh den Matchplan versauen, könnte es ein Spiel werden, das durch eine einzige Aktion entschieden wird. Umso besser, dass Deutschland inzwischen auch bei Standards zu den gefährlichsten Mannschaften gehört.

* Was auch immer das eigentlich genau sein soll. Am ehesten wohl Mainstream-Medien inklusive Experten (via Status, nicht via Fachwissen) und Schland-Patrioten.

WM 2010: Deutschland – Argentinien

Deutschland – Argentinien 4:0

Unwirklich. Ein 4:0 gegen das Argentinien von Messi, Higuain, Tevez, Mascherano in einem WM-Viertelfinale ist unwirklich. Zum Glück ist es auch das Argentinien von Demichelis, Otamendi, Romero und so ist es wiederum nicht mehr ganz so unwirklich. Und es ist das Argentinien des Diego Maradona, der gestern unter Beweis gestellt hat, dass er kein Taktik-Genie ist.

Wie erwartet spielte Argentinien im 4-4-2 mit Raute, wobei Rodriguez und di Maria auf den Halbpositionen nie so ganz glücklich wirkten. Die offensivschwachen Außenverteidiger Otamendi und Heinze kamen nur wenig mit nach vorne und so waren die argentinischen Außenpositionen in der deutschen Hälfte praktisch unbesetzt. Die beiden Stürmer standen sich und Messi auf den Füßen und machten es den beiden deutschen Viererketten in der Defensive relativ einfach, ihre Angriffe abzufangen. Das eigentlich erstaunliche war, dass Bastian Schweinsteiger neben seiner nicht gerade einfachen Aufgabe Messi zu bewachen, auch noch Zeit und Muße hatte das deutsche Offensivspiel zu beleben.

Überhaupt Schweinsteiger! Vor einem Jahr schien er bei Bayern keinen Platz mehr in der ersten Elf zu haben und nun ist er einer der besten Spieler auf seiner Position weltweit. Mit Mascherano auf Özils Füßen (der eine gelungene Schachzug von Diego) fiel mehr Verantwortung auf Schweinsteiger auch kreativ tätig zu werden. Das lässt sich in der Statistik ablesen: Während Özil eine sehr gute Passquote hatte, war Schweinsteigers deutlich unter seinem Durchschnitt. Dies ist ein Resultat der vertauschten Rollen, bei dem Özil die Bälle unter Bewachung quer auf die Flügel spielte, während sich Schweinsteiger an riskanteren Pässen in die Spitze versuchte. Für den freien Raum im Zentrum darf er sich bei Maradona bedanken. Selbst Argentinien kann es sich nicht erlauben, gleich drei Spieler von Defensivaufgaben zu entbinden. Sobald Lahm und/oder Boateng die Mittellinie überschritten, hatte Deutschland Überzahlspiel im Mittelfeld und setzte sich immer wieder gefährlich über die Außen durch. Gleich dreimal war es in der zweiten Halbzeit die linke deutsche Seite, von der Tore vorbereitet wurden. Am Ende wirkte es fast wie ein Trainingsspiel. Allein das sagt viel über die beiden Mannschaften.

Nun geht es im Halbfinale gegen Spanien, das nicht so dominant auftritt, wie man es nach den letzten Jahren erwarten durfte. Ein Freifahrtschein ist das jedoch bei weitem nicht. Gegen Paraguay gab es zwar wenig zu sehen, das Löw große Sorgen bereiten müsste, aber allein die Selbstverständlichkeit, mir der die Spanier ihre Spiele gewinnen, gibt ihnen alle Chancen sich gegen das junge deutsche Team durchzusetzen. Kurios waren die drei Elfmeter. Zuerst verschießt Paraguay, dann trifft Spanien, doch der Schiedsrichter lässt wiederholen. Dabei hätte auch der Elfmeter der Südamerikaner wiederholt werden müssen. Der dritte Elfmeter wird dann wieder gehalten und eigentlich hätte es direkt danach einen Vierten geben müssen. Unglaubliche Szenen, die über das etwas statische Spiel hinwegtrösteten. Von einer südamerikanischen Dominanz ist damit bei dieser WM nicht mehr viel übrig geblieben. Im Halbfinale stehen zwei Ex-Weltmeister und zwei Teams, die das Scheitern auf hohem Niveau perfektioniert haben. Die Rollen scheinen dabei vor allem bei Deutschland und den Niederlanden vertauscht. Schon allein deshalb könnte ich einer Neuauflage des Finals von ’74 viel abgewinnen.

WM 2010: Vor dem Viertelfinale

Die Geschichte des England-Spiels ist inzwischen mehr als durch, dazu brauche ich nichts mehr schreiben außer: Glückwunsch an das Team und den Trainer! Langsam bildet sich eine Achse heraus, bestehend aus Friedrich, Schweinsteiger, Özil und tatsächlich auch Klose. Inzwischen dürfte auch jeder Werderfan gesehen haben, warum Frings nicht Teil dieser Mannschaft ist. Nicht, weil er zu schlecht ist, sondern weil er weder die Rolle von Khedira, noch die von Schweinsteiger spielen könnte. Einen Platz auf der Bank hätte ich ihm trotzdem gegönnt.

Nun gibt es also die Revanche von 2006. Deutschland trifft auf Argentinien und bei mir kommen die Erinnerungen an Argentiniens Kombinationsfußball, Riquelmes viel zu frühe Auswechslung, Kloses Ausgleich, Lehmanns Zettel im Stutzen und die Handgreiflichkeiten nach dem Spiel wieder hoch. Auch Bastian Schweinsteiger scheint sich bestens an das Spiel zu erinnern und gießt mit ein paar verallgemeinernden Aussagen über die argentinische Mentalität noch einmal etwas Öl ins Feuer. Der argentinische Fan nimmt also anderen im Stadion den Sitzplatz weg. Ungeheuerlich! Zum Glück verhalten sich die Fans unserer Mannschaft immer und überall völlig anständig, man frage mal bei Herrn Nivel nach. Das spielt für TAFKAS (The artist formerly known as Schweini) und seine Aussagen natürlich keine Rolle, denn hier geht es um gezielte Provokation vor einem Fußballspiel und nicht um Kulturanthropologie.

Viel interessanter als das verbale Vorgeplänkel ist ein Blick auf die beiden Teams, die ihre jeweiligen Achtelfinalbegegnungen (jeweils begünstigt durch eine grobe Fehlentscheidung des Schiedsrichters) souverän gewonnen haben. Während Deutschland gegen England ein spielerisches Feuerwerk abbrannte und nur kurzzeitig vor und nach der Pause ins Wanken geriet, hatte Argentinien gegen Mexiko eine härtere Nuss zu knacken. Das 3:1 am Ende spiegelte kaum die gezeigten Leistungen wider, doch die Mexikaner taten sich unglaublich schwer damit, gute Angriffen in veritable Torchancen umzuwandeln. Argentinien kann im Angriff dagegen auf eine hervorragende Auswahl an Spielern zurückgreifen, die allesamt vor dem Tor eiskalt sind. Da ist es selbst zu verschmerzen, dass Lionel Messi bislang nicht getroffen hat.

Wer nun am Samstag ein Offensivspektakel erwartet, dürfte wieder einmal enttäuscht werden. Denn auch wenn beide Mannschaften sich kaum ganz auf ihre Defensive verlassen können, werden sie sich hüten, dem Gegner auch nur annähernd so viel Platz zu lassen, wie England es beispielsweise gegen Deutschland tat. Gegen Australien, England und auch teilweise gegen Ghana ging Löws Taktik bislang auf. Bei den verbleibenden Gegnern kann ich mir kaum vorstellen, dass noch ein Team Mesut Özil so vernachlässigen wird. Bei Argentinien wird er in Mascherano einen unbequemen Gegenspieler finden. Wenigstens nicht Cambiasso, mag man denken. Özil wird also wie gegen England viel rotieren müssen, um seinen Gegenspieler von seiner Position wegzulocken. Im Zusammenspiel mit Müller war das eine tötliche Waffe gegen die Engländer. Dazu hat man vorne endlich wieder einen Klose in Topform. Gegen England war das schon wieder sehr nah an dem Niveau, mit dem er 2006 Torschützenkönig wurde.

Auf Schweinsteiger und Khedira kommt der bislang schwerste Test bei dieser WM zu. Die Schlüsselfrage dabei wird sein: Wer kümmert sich um Messi? Bislang war Schweinsteiger der Defensivere der beiden, doch er ist mehr ein Lenker als ein Zerstörer. Es könnte auch sein, dass Löw Khedira defensiver spielen lässt, damit Schweinsteiger sich mehr um das Aufbauspiel kümmern kann. Dann fehlen Khediras Läufe in die Spitze jedoch als Überraschungsmoment. Nach dem Spiel gegen einen richtig guten offensiven Mittelfeldspieler wird man wissen, ob Deutschlands Defensivduo im Mittelfeld wirklich so gut ist, wie es bislang erscheint. Argentinien spielte in den letzten Spielen ein 4-4-2 mit Raute, bei dem Messi die offensivste Position einnimmt. Diese Formation – für Werderanhänger nichts neues – ist auf ein Übergewicht im zentralen Mittelfeld ausgerichtet. Das hat zur Folge, dass die argentinischen Außenverteidiger eigentlich weit aufrücken müssten, um im Angriffsdrittel für die nötige Breite zu sorgen. Das tun sie jedoch nur sehr selten. Für Müller und Podolski bedeutet dies einerseits, dass sie nicht viel Platz für ihre Flügelläufe bekommen werden und andererseits, dass weniger Defensivarbeit auf sie zu kommt. Die Deutschen Außenverteidiger haben bei diesem System keine direkten Gegenspieler, werden aber immer wieder von Messi auf die Probe gestellt werden, der gerne über die Flügel ausweicht. Um Phillipp Lahms Offensivdrang wird sich Carlos Tevez kümmern, der sich nicht scheut weite Wege mit nach hinten zu gehen. Jerome Boateng könnte hingegen mehr Platz haben, doch es ist fraglich, ob er sich häufiger mit nach vorne traut.

Kann Deutschland diesen Gegner schlagen? Mit schnellem, direktem Offensivspiel kann man der argentinischen Defensive sicher besser beikommen, als mit hohen Bällen und physischer Härte. Solange Özil sich nicht komplett aus dem Spiel nehmen lässt, sollte es zu einigen guten Chancen reichen. Lässt man sich von den Argentiniern zu sehr hinten rein drängen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die individuelle Klasse der Offensivspieler zum Torerfolg führt. Dafür ist die deutsche Viererkette zu behäbig. Auch wenn Mertesacker sich gegen England deutlich gesteigert hat, wirkt er immer noch verunsichert und allein diesen Umstand werden die Argentinier ausnutzen. Andersherum kann man das aber auch von Martin Demichelis in der argentinischen Innenverteidigung sagen. Trotzdem ist Argentinien insgesamt die etwas bessere Mannschaft und vor allem in der Offensive mit absoluten Weltklassespielern besetzt. Ich traue der deutschen Mannschaft dennoch einen Sieg zu, wenn sie sich defensiv weiter festigen und offensiv die bisher gezeigten Stärken erneut ausspielen kann.

Faszinierend dürfte das Spiel sowohl aus taktischer wie auch aus spielerischer Hinsicht werden, wenn beide Teams an die eigene Stärke glauben. Es könnte jedoch auch sein, dass beide Mannschaften aus Angst vor eigenen Fehlern und fehlendem Vertrauen in die Defensive nur wenig riskieren und wir ein Spiel mit angezogener Handbremse erleben. Letztlich sind sich beide Mannschaften in den jeweiligen Mannschaftsteilen sehr ähnlich. Als einziger größerer Unterschied ist das Flügelspiel zu nennen, wo bei Deutschland Müller und Podolski von den Außen nach innen ziehen, während bei den Argentiniern keine nominellen Außenstürmer im Kader sind und dafür Tevez und Messi auf die Flügel ausweichen. Mein Tipp: 3:2 für Argentinien. Don’t jinx it!