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I got 99 problems, but Werder ain’t one

Nachdem es hier in den letzten Wochen viel zu ruhig war, gibt es heute Abend mal wieder ein Live-Blog zum Auswärtsspiel in Mainz. Meine bisherige Bilanz in dieser Saison: 2 Spiele, 2 Niederlagen. Höchste Zeit, das zu ändern.

Was das Spiel angeht, bin ich einigermaßen optimistisch, dass Werder die Negativserie der letzten Wochen durchbrechen wird. Mainz ist in meinen Augen nicht annähernd so stark, wie in der letzten Saison. Vieles wird davon abhängen, wie verunsichert Werder nach den letzten Spielen ist. Was Laufbereitschaft und Einstellung angeht, ist diese Mannschaft über jeden Zweifel erhaben. Spielerisch sind viele Ansätze vorhanden, die in der letzten Saison verloren gegangen waren. Punktuelle Änderungen könnten hier schon ausreichen.

Das sieht anscheinend auch Thomas Schaaf so. Nachdem er den indisponierten Bargfrede in Augsburg auf der Bank ließ und dafür Ignjovski eine Chance gab, sieht es nun so aus, als würde Schaaf auch Marin und Wolf eine Pause geben. Beide haben in den vergangenen Wochen merklich abgebaut und sind zur Belastung für Werders Spiel geworden. Wolf mag mit seiner Erfahrung und seinen Führungsqualitäten wichtig fürs Team sein, doch scheint nun der Zeitpunkt zu sein, an dem er damit seine Fehler nicht mehr wettmachen kann. Bei Marko Marin scheint es eher mental nicht zu stimmen. Er erinnert mich immer mehr an den Marin aus der letzten Hinrunde, der wunderbaren Fußball spielen kann, es aber fast nie tut. Es ist mir unbegreiflich, wie ein als “Straßenfußballer” geltender Spieler immer instinktiv die falsche Entscheidung trifft. Wenn Ekici seine Leistung weiter steigern kann, wonach es derzeit aussieht, dürfte es für Marin sehr schwierig werden, wieder zurück in die erste Elf zu kommen.

In Mainz muss keine Steigerung her im Vergleich zu den letzten Spielen. Es reicht, wenn man die Chancenverwertung verbessert und keine katastrophalen Abwehrfehler macht. Von den bisherigen Punktverlusten war nur das Unentschieden in Augsburg wirklich bitter, zumindest wenn man diese Saison ein bisschen in Relation zur letzten und zur Stimmung vor dem ersten Bundesligaspieltag setzt. Noch gibt es keinen Grund, den eingeschlagenen Kurs in Frage zu stellen.