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3 Fragen zu Borussia Mönchengladbach

Vor jedem Bundesligaspiel gibt es in dieser Saison ein Kurzinterview mit einem Fan/Blogger unseres Gegners. Vor dem 9. Spieltag hat mir Jannik, der in seinem Blog Entscheidend is auf’m Platz über Borussia Mönchengladbach schreibt, drei Fragen zu seinem Lieblingsverein beantwortet:

Auswärtsspiele in Gladbach sind für Werder seit Jahren ein rotes Tuch. Sind wir nach dem enttäuschenden Saisonstart der richtige Aufbaugegner für euch?

Mit den extrem guten Erinnerungen an Werder im Hinterkopf und eurer ja auch nicht rosigen Situation vor Augen kann man da durchaus optimistisch sein. Nur da liegt auch schon das Problem: Wann immer man als Borusse denkt, der nächste Gegner sei jetzt aber wirklich der für den Durchbruch, dann geht’s erst Recht schief. Also bleibt die Hoffnung, dass sich die gute Heimbilanz gegen Werder am Ende im Ergebnis bemerkbar macht. Denn es wird langsam Zeit für uns.

Werder und Gladbach haben die meisten Gegentore der Liga kassiert. Glaubst du, dass es ein torreiches Spiel wird? Oder ist Werders Offensive gar nicht mehr so bedrohlich, dass Raul Bobadilla einen Hattrick machen muss (für die meisten Werderfans ein realistisches Szenario), um euch die drei Punkte zu holen?

Egal wie bedrohlich eure Offensive auch ist – unsere Abwehr wird’s im Zweifelsfall schon selber richten. Deshalb halte ich zwischen einem 6:3 und einem 0:7 alles für möglich, nur kein 0:0. Beide müssen punkten und beide werden sicherlich betont selbstbewusst auftreten. Wohl auch, um die Verunsicherung zu kaschieren. Vielleicht wird’s wie in den 80ern im Pokal: Wir gewinnen 5:4, nur diesmal ohne Verlängerung. Wobei mir so ein schmutziges 1:0 auch mal richtig lieb wäre.

Wer ist eigentlich besser, Reus oder Marin?

Momentan ist die Frage ja eher, wer weniger schlecht drauf ist. Beide haben großartige Anlagen, beide werden oft verglichen, für mich zu Unrecht. Reus ist zehn bis zwölf Zentimeter größer, hat in ungefähr halb so vielen Bundesligaspielen wie Marin gleich viele Tore erzielt. Die beiden sind einfach unterschiedliche Typen, die, bezogen, auf ihre Gladbacher Zeit, nur Vorname, Frisur und Rückennummer verbindet. Obwohl er sein erstes Bundesligator nach einem 40-Meter-Solo erzielt hat, ist Reus nicht der Dribbler wie Marin. Dafür legt Marin eben mehr Treffer auf. Fest steht: Marin war damals ein absoluter Schlüsselspieler bei uns. Für Reus dürfte das auch bald gelten. Aber wer jetzt besser ist – das lässt sich objektiv nicht sagen. Ich hätte als Trainer beide gern in meiner Mannschaft.

Dein Tipp?

Wir gewinnen knapp. Ich sag’ mal 3:2.