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Europa League, 5. Spieltag: B-Beitrag

Werder Bremen – Nacional Funchal 4:1

So stellt man sich das als Stadionbesucher vor. Mit einer B-Elf auflaufen, zur Halbzeit eine 2:0-Führung herausspielen, nach dem Wechsel die Konzentration verlieren und es nochmal spannend machen, damit man auch was zu meckern hat und am Ende dann doch ein lockeres 4:1 mitnehmen. Besonders freue ich mich für alle, die nach dem 3:1 den Heimweg antraten und so das Zuckertor von Marin verpassten. Ansonsten gibt es nicht viel zu schreiben über das Spiel, was sich gut trifft, da ich keine Zeit habe, viel zu schreiben. Für Funchal hatte die Partie ohnehin keine hohe Bedeutung, da ihr Trainer Manuel Machado nach einer OP im künstlichen Koma liegt und die Spieler das sicherlich nicht vollständig ausblenden konnten. Da kann man nur Daumen drücken, dass er es übersteht. Gute Besserung!

Pizzaros Werk und Moens Beitrag

Nacional Funchal – Werder Bremen 2:3

Was nimmt man aus diesem Spiel mit? Ein Auswärtssieg und drei Punkte zum Start sind schön. So ganz unzufrieden kann man mit dem Spiel nicht sein. Dafür hat man zuviel erlebt in den letzten Jahren, vor allem gegen Europas vermeintliche Leichtgewichte. Funchal bot eine engagierte Leistung und stellte Werders Defensive vor große Probleme. Am Ende war es dann die individuelle Klasse von Claudio Pizarro, die Werder den Sieg rettete.

Sonst gibt es nicht viel positives über das Spiel zu sagen. Der Wurm war in allen Mannschaftsteilen. Tim Wiese hatte nicht seinen besten Tag und demonstrierte seine Probleme bei der Strafraumbeherrschung gleich mehrmals. Bei gegnerischen Standards sah Werder wie so oft dumm aus. Man sollte nicht glauben, dass Körpergröße automatisch Lufthoheit bedeutet. Im Mittelfeld tat sich Frings durch einige haarsträubende Fehlpässe hervor, von denen einer nur dank einer Klasseaktion von Clemens Fritz nicht zum Gegentor führte. Bargfrede spielte (wie immer) recht gut, aber er bekommt die Bälle nicht aufs Tor. Aaron Hunt spielte ebenfalls wie immer, mit einigen guten Aktionen, aber auch vielen Schnitzern. Marin verzettelte sich oft in Einzelaktionen und verlor dabei den Zug zum Tor. Und Pizarro?

Was soll man sagen, zwei Tore geschossen, wobei der Siegtreffer nicht nur wunderschön, sondern vor allem für die Sicherheit der Mannschaft enorm wichtig war. Dazu ein Tor mit einer sehr fragwürdigen Aktion “vorbereitet”. Sie als Schwalbe zu bezeichnen wäre vielleicht etwas hart, doch gefoult wurde Pizarro nun wirklich nicht. Schiedsrichter Svein Oddvar Moen sah dies anders und entschied auf Elfmeter. Auch einer der im Spiel eingesetzten Torlinienrichter machte nicht positiv auf sich aufmerksam. Als in der zweiten Halbzeit Aaron Hunt an der Strafraumgrenze, wenige Meter vor dem Assisten, rüde von den Beinen geholt wurde, sah er als einziger im Stadion keinen Regelverstoß und es gab Abstoß für Funchal. Es lag allerdings vor allem an Werders phasenweise pomadigem Auftritt, dass diese Szene als einer der Aufreger des Spiels in Erinnerung bleibt.

Trotzdem: Im Gegensatz zu Hertha und dem HSV (was war DAS denn, bitte???) ist Werder mit einem guten Ergebnis in die Europa League gestartet und hat endlich das geschafft, was in fünf Jahren Champions League nicht gelungen ist: Einen Sieg im Auftaktspiel.

Die etwas andere Europa-League-Vorschau

Eigentlich stelle ich an dieser Stelle ja immer Werders nächsten Gegner in den internationalen Wettbewerben vor. Ich bilde mir zwar ein, mich einigermaßen im europäischen Clubfußball auszukennen (was auch immer das genau heißen mag), aber über Nacional Funchal weiß ich wirklich nahezu gar nichts. Nur, dass sich der Verein für die Europa League qualifiziert hat, dass er in der ersten portugiesischen Liga spielt und dass er Cristiano Ronaldos Heimatclub ist. Aus letzterem könnte man schließen, dass die technische Grundausbildung bei Nacional Funchal nicht allzu schlecht sein dürfte. Hier bin ich mit meinem Latein aber auch schon am Ende und anstatt mich bei den Nachschlagewerken zu bedienen und abzuschreiben komme ich lieber zu etwas ganz anderem.

Es hat zwar nichts mit Fußball zu tun, doch es ist eine Sache, die mir am Herzen liegt: Der Fall von Gismo und seinem Herrchen. Zur Erklärung schaut am besten folgendes Video:

Falls ihr Gismo helfen wollt, aber kein Geld für eine Spende übrig habt, könntet ihr helfen, das Video und diesen Artikel dazu weiterzuverbreiten. Die Wege und Mittel dazu sollten bekannt sein (bitte Hashtag #Gismo benutzen).

So, dann hoffe ich auf rege Beteiligung und einen Sieg zum Auftakt in diesem seltsamen neuen Wettbewerb.

(Zur Info: Die Tiertafel Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, bei dem ich mich ehrenamtlich engagiere. Ich blogge auch für die Ausgabestelle der Tiertafel in Bremen. Weder ich, noch ein anderes Mitglied der Tiertafel Deutschland ziehen aus den Spenden für Gismo irgendwelche finanziellen Vorteile. Die Spendengelder fließen zu 100% in Gismos Behandlung.)