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Die Rückrundenzeugnisse – Gerade noch ausreichend

Die Saison ist für Werder vorbei. Zum Glück kann man sich nun zurücklegen und die Relegationsspiele im Fernsehen anschauen. Nach den Bewertungen der einzelnen Spieler in der Hinrunde gibt es nun die Rückrundenzeugnisse. Wie immer völlig subjektiv und ohne Sachkenntnis ermittelt, a.k.a ausgewürfelt.

Tim Wiese – Die Bewertung im Halbjahreszeugnis war milde. Hat in der Rückrunde nie wirklich schlecht gespielt, aber auch selten sonderlich gut. Seine Schwächen sind bekannt und es gibt wenig Grund zur Hoffnung, dass er sie noch abstellen kann. Muss auf der Linie überragend halten, um das auf höchsten Niveau zu kompensieren. Tat er in der Rückrunde nur gelegentlich (z.B. im Spiel gegen Frankfurt). Note: 3

Sebastian Mielitz – Der Überraschungsaufsteiger der Hinrunde kam in der zweiten Saisonhälfte nur für drei Spiele zum Zug, als Tim Wiese rotgesperrt ausfiel. Darunter war das desaströse 0:4 in Hamburg. Zeigte erneut seine guten Ansätze, ragte aber nicht so heraus wie in der Hinrunde. Könnte mit mehr Spielpraxis schnell ein kompletter Torwart werden – falls er es nicht schon ist. Note: 3

Christian Vander – Immerhin scheint seine langwierige Verletzung überwunden. Ansonsten stehen unterm Strich sieben Einsätze bei der U23 und kein einziger bei den Profis. Wenn Wiese und Mielitz bleiben, könnte er in der Hierarchie auf die Nummer 4 hinter Wiedwald abrutschen. Note: -

Per Mertesacker - Sorgte gerade für eine weitere Hiobsbotschaft und fällt für längere Zeit aus. Zeigte sich in der Rückrunde verbessert und stabiler, dazu einige Male in der Offensive auffällig. Trotzdem weiterhin zu viele Stellungsfehler im Spiel und teils katastrophale Aussetzer (etwa gegen St. Pauli). Dennoch Werders wichtigster Abwehrspieler in der Rückrunde. Note: 3

Naldo – Was soll ich schreiben? Ich hoffe er kommt noch mal zurück und wird wieder richtig fit. Alles weitere wird man sehen. Note: -

Petri Pasanen – Dieser Tage wieder in aller Munde. Seine Auftritte auf der linken Außenbahn in der Hinrunde waren erschreckend, doch als er in der Innenverteidigung gefordert war, zeigte er vernünftige bis gute Leistungen. Könnte eine weitere Saison als Notnagel erhalten bleiben. Note: 3,5

Sebastian Prödl – Insgesamt kann er mit seiner Saison ganz zufrieden sein, sowohl was die Einsätze angeht als auch die Leistung. Als gleichwertiger Ersatz für Naldo konnte er sich jedoch nicht etablieren. Könnte sich nach überstandener Verletzung Anfang nächster Saison in einer sehr unglücklichen Situation wiederfinden, falls noch ein Innenverteidiger kommt und Naldo und/oder Mertesacker vor ihm fit werden. Note: 3,5

Clemens Fritz – Einer der wenigen Spieler, dem man eine konstante Saison nachsagen kann. Spielte sowohl als Rechtsverteidiger als auch im Mittelfeld mindestens solide. Allerdings erscheint fraglich, ob bei ihm noch eine Steigerung möglich ist. Werder denkt dem Vernehmen nach über eine Trennung nach. In Dominik Schmidt hat er endlich wieder einen direkten Konkurrenten, mit Sebastian Jung könnte noch einer hinzukommen. Note: 3,5

Mikael Silvestre – Nach der Hinrunde hätten es wohl wenige Beobachter für möglich gehalten, dass Silvestre eine akzeptable Rückrunde spielt. Genau das tat er aber. Wirkte fitter und nach und nach immer weniger nervös. Interpretierte seine Rolle jedoch sehr konservativ und ging kaum ein Risiko ein. Für den Abstiegskampf in Ordnung, aber langfristig kann das nicht Werders Anspruch sein. Sehe ihn nächste Saison als Backup. Note: 4

Sebastian Boenisch – Seit seiner Verletzung im Spiel gegen Schalke vor 18 Monaten ist der Wurm drin. Die gesamte Rückrunde über verletzt. Sein auslaufender Vertrag wird um ein Jahr verlängert und man muss sehen, wie er nach seiner Genesung wieder in die Spur findet. Note: -

Dominik Schmidt – In der Hinrunde in größter Not als Linksverteidiger eingesprungen und auf sich aufmerksam gemacht. In der Rückrunde Ersatzmann vornehmlich für die rechte Abwehrseite. Zwischenzeitlich sah es nach Abschied aus, nun möchte man doch verlängern. Bei seinen Einsätzen in der Rückrunde nicht immer überzeugend, aber mit guten Ansätzen. Ob sie für mehr als ein Reservistendasein bei Werder reichen wird die nächste Saison zeigen. Note: 4

Torsten Frings – Kämpfer, Ärmelhochkrempler, Antreiber – so gefällt sich Frings am Besten und so zeigte er sich auch im Abstiegskampf. Ließ seine Nebenleute in der Raute viel für sich arbeiten und kümmerte sich wenig um positionelle Disziplin. Inzwischen ist auch Werders sportliche Führung zu dem Schluss gekommen, dass sich um Frings keine Spitzenmannschaft mehr aufbauen lässt. In vielen Belangen war die Rückrunde nicht ausreichend, aber dank seines Einsatzes gibt es die Note: 4

Philipp Bargfrede – Der Einbruch nach seiner tollen ersten Saison kam nicht völlig unerwartet, hat mich aber trotzdem überrascht, weil ich ihm eine weitere Steigerung zugetraut hatte. Fand in der Rückrunde zurück zu seiner Leistung, musste aber auch viele Löcher stopfen (siehe Frings) und hatte ein großes Arbeitspensum zu erledigen. Muss im Spiel nach vorne noch sicherer werden. Mit einem guten und passsicheren Nebenmann könnte er nächste Saison noch mal einen Sprung machen. Note: 3

Wesley – Hat mich in der Rückrunde nicht überzeugt. Man muss ihm zugute halten, dass er nach der Verletzung nicht die Fitness hatte, mit der er in der Hinrunde auf sich aufmerksam gemacht hat. Seine Formkurve zeigte zum Saisonende leicht nach oben, doch er macht noch zu viele Dinge falsch, was angesichts seiner technischen Klasse unnötig ist. Wenn er lernt, auch das Spiel schnell zu machen und nicht nur sich selbst, kann er nächste Saison durchstarten. Note: 4

Daniel Jensen – In der Hinrunde immerhin 14 Einsätze, in der Rückrunde kein einziger. Lange verletzt, danach in den Augen des Trainers nicht fit genug. Sein Rauswurf kurz vor Saisonende war überflüssig wie ein Kropf. Das Spiel gegen Borussia Dortmund am 16. Spieltag bleibt sein letzter Einsatz für Werder. Hätte einen schöneren Abschied verdient. Note: -

Tim Borowski – Nur 8 Spiele absolviert in der Rückrunde und doch einer der herausragenden Spieler bei Werder. Seine Kicker-Noten zwischen 3 und 4,5 sind ein Witz. War seit dem Spiel gegen Leverkusen der Dreh- und Angelpunkt in Werders Mittelfeld und brachte in der Raute seine Stärken endlich wieder voll ein. Daran ändert auch seine erneute Verletzung nach dem 30. Spieltag nichts. Note: 2,5

Aaron Hunt – Das große Sorgenkind. Bekam sein Kopfproblem nicht in den Griff. Im Gegenteil, es wurde schlimmer und schlimmer. Dazu kamen die Probleme mit den eigenen Fans. Man sieht Hunt auch in schlechten Spielen an, dass er es besser kann. Er hat die richtigen Ideen und Laufwege, aber die Umsetzung klappte überhaupt nicht. Aus seiner misslichen Lage kann er sich nur selbst befreien – das Zeug dazu hat er allemal. Note: 5,5

Marko Marin – Bekam im Gegensatz zu Hunt die Kurve und konnte zum Ende der Saison als Aushilfszehner zumindest einigermaßen überzeugen. Man sieht dennoch, dass er auf dieser Position eigentlich nichts zu suchen hat. Muss sein Spiel ohne Ball verbessern, seine Rückwärtsbewegung und sein Timing. Trifft noch zu häufig die falschen Entscheidungen. Sportlich ein verschenktes Jahr für ihn, hoffen wir, dass es ihn wenigstens mental stärker gemacht hat. Note: 4

Florian Trinks – Wurde ins kalte Wasser geworfen, als Werder im Abstiegsstrudel zu versinken drohte. Ansprechende Leistungen auf der 10er-Position, die er jedoch nur drei Spiele lang ausfüllen durfte. Danach musste er wieder ins zweite Glied zurück. Wenn er sich weiter so gut entwickelt, sollte nächste Saison der Durchbruch gelingen. Note: 3,5

Predrag Stevanovic – In der Winterpause von Schalke gekommen, spielte er weitgehend für die U23. Zum Saisonende drei Kurzeinsätze für die Profis. Ich kann ihn nur schwer einschätzen. Technisch ist er gut, aber er wirkt körperlich noch nicht reif für die Bundesliga. Ich frage mich, welche Rolle man ihm für die nächste Saison zugedenkt und hoffe, dass er kein neuer Said Husejinovic wird. Note: -

Marko Arnautovic – In der Hinrunde noch häufig mit guten Ansätzen und auch einigen guten Spielen. In der Rückrunde konnte er dort nicht anknüpfen, zeigte viele durchschnittliche und einige ganz schwache Leistungen. Muss den Kopf frei bekommen und sich nur auf sein Spiel konzentrieren, dann kann er nach wie vor ein Großer werden. Wenn er es nächste Saison nicht schafft, dürfte er zumindest für die ambitionierteren Mannschaften verbrannt sein. Note: 5

Claudio Pizarro – Was soll ich über ihn noch schreiben? Ist er fit, ist er einer der besten Stürmer der Bundesliga. Leider war er das auch in der Rückrunde zu selten. Ohne ihn wäre es noch enger geworden mit dem Klassenerhalt. Mit seine fußballerischen Klasse wird er bis ins hohe Alter ein sehr guter Stürmer bleiben, doch sein Körper macht momentan Sorgen. Allein auf seine Tore darf sich Werder im Angriff deshalb nicht mehr verlassen. Note: 2,5

Sandro Wagner – Sprung geschafft. Nach seiner Aussortierung zu Beginn der Rückrunde zeigte er sich geläutert und kämpferisch. Mit den Toren kam das Selbstbewusstsein zurück und er spielte von Woche zu Woche besser. Kann mit den richtigen Hinterleuten ein Goalgetter werden, ist spielerisch aber limitiert. Erinnert mit seiner ungestümen Zweikampfführung an Hugo Almeida. Das muss er noch abstellen, sonst bekommt er zu viel gegen sich abgepfiffen. Note: 3

Denni Avdic - Sieben Einsätze, davon zwei in der Startelf, hat Avdic nach seinem ersten Halbjahr vorzuweisen. War zu Rückrundenbeginn nicht richtig fit. Bringt die Ansätze für einen guten Strafraumstürmer mit, aber bislang war das noch nicht bundesligareif. Wenn noch ein Stürmer kommt, könnte er es schwer haben in der nächsten Saison, erst recht, falls Werder ein System mit nur einer Spitze spielt. Note: 4,5

Die Halbjahreszeugnisse

Von Schulnoten halte ich eigentlich nicht viel, doch auch wenn unsere Abwehrspieler häufig so aussehen, als würden sie im eigenen Strafraum ihren Namen tanzen, haben sie sich eine handfeste Bewertung ihrer Leistungen verdient. Deshalb verteile ich heute die Halbjahreszeugnisse, die sich die Spieler nach dem Unterricht bitte in alphabetischer Reihenfolge am Lehrerpult abholen kommen.

Tim Wiese – Zu Beginn des Schuljahrs musste man sich um Timmy ein paar Sorgen machen, doch seitdem er nach seiner Verletzung den Atem des Konkurrenten im Nacken spürt, zeigt er starke Leistungen und hält sogar wieder Elfmeter. Ein herausragender mitspielender Torwart wird er nicht mehr werden. Nicht seine beste Hinrunde, aber eine Gute. Note: 2

Sebastian Mielitz – Basti, was für ein herausragender Auftritt Ende Oktober! Innerhalb von nur viereinhalb Spielen solchen Eindruck hinterlassen, dass man kaum Argumente dafür finden konnte, ihn wieder aus dem Tor zu nehmen. Könnte ein Großer werden, wenn er so weitermacht. Note: 1,5

Christian Vander – Von Christian bleibt leider nur ein AC/DC-Song im Gedächtnis. Plagte sich die gesamte Hinrunde über mit Verletzungen und konnte nicht am Unterricht teilnehmen. Ist dadurch wohl auf Platz 3 in der Hierarchie abgerutscht. Note: -

Per Mertesacker – Das war nichts, Per! Die Hinrunde einfach mal abhaken und in der Rückrunde zurück zu alter Stärke finden. Würde am liebsten ein paar Klassen überspringen und zu einer Eliteschule wechseln, doch momentan muss er eher zusehen, dass er seine Versetzung nicht gefährdet. Gerade noch ausreichend. Note: 4,5

Naldo – Na, Na, Na… es blieb stumm in dieser Saison. Vor einem Jahr hatte er um diese Zeit schon eine zweistellige Torausbeute und zeigte starke Leistungen in der Abwehr. Seit dem Sommer musste er verletzungsbedingt dem Unterricht fernbleiben und fehlt seiner Klasse immens. Note: -

Petri Pasanen – Petri, der Musterschüler. Fällt nie unangenehm auf, stört nicht den Unterricht und macht fleißig seine Hausaufgaben. Seine mündliche Beteiligung könnte mehr sein, aber wenn er was sagt, dann ist es häufig richtig. Doch dann versagt er bei den großen Klassenarbeiten in “Außenverteidigung” und es fällt mir schwer, mehr als ein mangelhaft zu vergeben. Note: 5

Sebastian Prödl – Basti Nummer 2 musste sich erst an Sprache und Kultur in unserem Land gewöhnen, doch inzwischen hat er sich zu einem passablen Innenverteidiger entwickelt. Zu Saisonbeginn war er das Licht im Bremer Abwehrdunkel, doch konnte er dies nicht konstant bestätigen. Insgesamt war es ausreichend. Note: 4

Clemens Fritz - Hat mitten im Schuljahr sein Leistungsfach gewechselt und überraschte seine Mitschüler im defensiven Mittelfeld. Nicht nur deshalb bekommt er von mir als einer der wenigen Spieler aus den hinteren Reihen ein Befriedigend. Muss im zweiten Halbjahr aber so weitermachen, um die Note zu halten. Note: 3

Mikael Silvestre – Mikael fiel in der Hinrunde durch zwei Dinge auf: 1. Sein Name wurde ständig falsch geschrieben oder ausgesprochen (I’m looking at you, Marcel “Erik Silvester” Reif!). 2. Er fabrizierte eine Unmenge an Fehlern. Man wünschte ihm mehr Unterstützung von den Mitschülern, doch leider ließ man ihn zu häufig allein im Regen stehen. Mit gutem Willen und als Anerkennung seines Bemühens bekommt er noch ein Mangelhaft. Note: 5

Sebastian Boenisch - Basti Nummer 3 sollte diese Hinrunde am besten ganz schnell vergessen. Erst den Kampf um den Stammplatz gegen Pasanen verloren, dann gegen Neuzugang Silvestre und dann eine langwierige Verletzung eingefangen. Zu benoten bleibt da nichts. Note: -

Dominik Schmidt – Wer? Dominik fiel bislang so wenig auf im Unterricht, das selbst der Lehrer vergessen hatte, dass es ihn überhaupt gibt. Dann plötzlich war er da und überzeugte so sehr, dass man ihn nicht mehr missen möchte. Machte trotz allgemeiner Verunsicherung einen guten Job und bekommt von mir dafür ein Befriedigend mit Tendenz nach oben. Note: 2,5

Leon Balogun – Als die Personalnot auf dem Höhepunkt war, durfte er kurz aushelfen. Machte seine Sache dabei nicht schlechter als seine Nebenleute. Note: -

Torsten Frings – Was machen wir mit Torsten? Als Klassensprecher saß er immer in der ersten Reihe, war zuverlässig und überspielte seine Schwächen mit überbordendem Eifer. Nun denkt er darüber nach, die Schule abzubrechen und man kann es ihm nicht verübeln. Versetzung stark gefährdet, das muss man sich in seinem Alter nicht mehr antun. Könnte bald schon selbst zum Aushilfslehrer werden. Note: 4,5

Phillipp Bargfrede – Phillipps Leistungen waren zuletzt nicht mehr so, wie man es von ihm kennt. Im letzten Schuljahr noch einer der Klassenbesten und Vorbild für viele Mitschüler, ließen seine Arbeiten im Laufe dieses Schuljahrs spürbar nach. An Fleiß mangelt es nicht, doch irgendwie kommt er mit dem aktuellen Unterrichtsstoff nicht so gut zurecht. Leider nicht mehr als ausreichend. Note: 4

Wesley – So wünscht man sich neue Mitschüler! Wesley ist fleißig, lernt schnell, hilft seinen Mitschülern gewissenhaft. Wenn er mal einen Fehler macht, putzt er freiwillig hinterher die Tafel und all dies mit einem Lächeln auf den Lippen. Das ist jetzt schon gut und könnte in Zukunft noch besser werden. Note: 2

Daniel Jensen – Daniel könnte so ein guter Schüler sein, doch trägt zu selten etwas zum Unterricht bei. Eigentlich hinterließ er einen zumindest befriedigenden Eindruck, aber irgendwas stimmt da nicht. Ignoriert ihn der Lehrer oder meldet er sich nicht häufig genug? Note: 4

Tim Borowski – Ehemaliger Einserschüler, der seit Jahren nichts mehr dazulernt. Er weiß ja auch eigentlich genug. Leider hat es unser Timbo nach ambitioniertem Start ins Schuljahr wieder schleifen lassen und konnte nun schon seit Monaten nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Hat dadurch immerhin seine Rolle als Sündenbock abgegeben… Note: 4

Aaron Hunt – … die Aaron dafür dankbar aufgenommen hat. Er weiß eigentlich auf so viele Fragen eine Antwort, aber man muss sie ihm aus der Nase ziehen. Versteht sich nicht so richtig mit seinen Mitschülern und lässt nur ab und an Geistesblitze erkennen, die ihn so gerade noch vor dem Mangelhaft retten. Note: 4,5

Marko Marin – Bei Marko ist eher andersherum. Er versucht mit ausgefallenen Dingen zu punkten, vernachlässigt aber den Stoff aus dem Lehrplan. Versucht sich ständig an komplizierten Dreisätzen, obwohl er die Grundrechenarten noch nicht vollständig beherrscht. Spiel ohne Ball ist miserabel. Für mich die größte Enttäuschung bisher. Er muss sich zusammenreißen, wenn er das Schuljahr auf einem grünen Zweig beenden will. Note: 4,5

Said Husejinovic – Außerhalb seiner Klasse ist kaum jemandem aufgefallen, dass Said überhaupt auf diese Schule geht. Ist stets bemüht, wirkt jedoch überfordert. Wäre an einer anderen Schule sicher besser aufgehoben, wo ihm die Lehrer mehr Zeit und Geduld widmen können. Note: -

Felix Kroos – Felix durfte mal kurz rein schnuppern, als in der Klasse zu viele Stühle leer blieben. Ein weiteres halbes Jahr in der Klasse drunter dürfte ihm gut tun. Note: -

Marko Arnautovic – Für Marko wurde die Note im Betragen wieder eingeführt. Und sie ist ungenügend. Hier sind erzieherische Maßnahmen notwendig, damit er sein Talent nicht verschwendet. Wenn er bei der Sache ist, zeigt sich seine Genialität. Mit der allein wird es jedoch nicht schaffen. Mit Geduld und Arbeit wird er irgendwann mindestens auf ein Gut kommen. Momentan reicht es noch nicht ganz für ein Befriedigend. Note: 3,5

Claudio Pizarro – Claudio ist ein Garant für starke Leistungen. Wenn er fit ist, macht er eigentlich alles, was man von ihm erwartet und verdient sich gute bis sehr gute Noten. In dieser Hinrunde hatte er nur leider wenig Gelegenheit dazu, weil die Gesundheit nicht mitspielte und er auf dem Feld nicht immer vollständig fit wirkte. Note: 3

Hugo Almeida – Hugo ist und bleibt leider ein Sorgenkind. Er macht seine Sache häufig gut, doch dann vermasselt er sich selbst das Ergebnis. Liebäugelt mit einem Schulwechsel im Winter, weil er auch nach 4 1/2 Jahren seinen Lehrer noch nicht vollends von sich überzeugen konnte. Insgesamt trotzdem bester Offensivakteur der Klasse. Note: 2,5

Sandro Wagner – Sandro kann einem fast ein bisschen leidtun, darf er doch eigentlich nur dann ran, wenn die meisten seine Mitschüler fehlen, was in dieser Hinrunde häufig der Fall war. Bemüht sich redlich, doch mehr als ein Mangelhaft kann man dafür nicht vergeben, wenn die Ergebnisse so schwach bleiben. Note: 5

Lennart Thy – Man konnte vorher nicht unbedingt davon ausgehen, dass Lennart schon in diesem Schuljahr bei den großen Jungs mitmachen darf. Seit ein paar Wochen ist er nun dabei und fällt nicht unangenehm auf. Allerdings noch zu wenig, um ihn dafür schon zu benoten. Note: -

Zum Abschluss möchte ich noch hinzufügen: Ich bin echt enttäuscht von euch! Ein Notenschnitt von 3,63 zeigt, dass ich noch recht moderat benotet habe. In der Rückrunde erwarte ich wesentlich mehr von euch, sonst wird es die Fünfen nur so hageln!