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Ein offener Brief an Sky

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen nun ein letztes Mal, um Ihnen mein Anliegen vielleicht doch noch verständlich zu machen. Da Sie weder auf meine Email noch auf meinen Brief reagiert haben, lasse ich Ihnen diesen Brief nun als Einschreiben zukommen.

Zur Sachlage: Ich wollte Ende Mai 2010 telefonisch bei Ihrem Kundenservice einen neuen Vertrag abschließen, da der seit 2002 bestehende Vertrag von Ihrer Seite zum 31.05.2010 gekündigt wurde. Ich habe mich bei Ihrem Kundenservice über alle Vertragsbestandteile informiert und mir versichern lassen, dass für den neuen, kostenlosen Receiver keine Aktivierungsgebühr anfällt. Dies wurde mir von Ihrem Kundenservice ausdrücklich bestätigt!

Am 07.06.2010 haben Sie von meinem Konto 139,44 € abgebucht, darunter 99 € Aktivierungsgebühr für den Receiver. Ich habe daraufhin die Abbuchung storniert und am Ihren Kundenservice angerufen, wo man mir gesagt hat, dass ich mein Anliegen bitte per Email an Sie schicken soll, da dies telefonisch nicht bearbeitet werden kann. Ich schickte Ihnen am selben Tag eine Email (Anlage 1), in der ich den Sachverhalt schilderte. Nach vier Wochen Wartezeit erhielt ich am 13.07.2010 von Ihrem Unternehmen eine Antwort (Anlage 2), in der Sie keinen Bezug zu meinen Ausführungen nahmen und mir stattdessen nur mitteilten, dass „eine Gutschrift“ der Aktivierungsgebühr „leider nicht möglich“ sei. Ich teilte Ihnen als Antwort (Anlage 3) daraufhin mit, dass in diesem Fall der Vertragsabschluss unwirksam ist, da sie sich nicht an die mündlich vereinbarten Bedingungen halten.

Da Sie mir auf diese Email auch nach längerer Wartezeit nicht geantwortet haben und stattdessen am 04.08.2010 eine weitere Abbuchung in Höhe von 218,25 € (inkl. 99 € Aktivierungsgebühr) von meinem Konto vornahmen, habe ich Sie am 06.08.2010 schriftlich (Anlage 4) dazu aufgefordert, weitere Abbuchungsversuche von meinem Konto zu unterlassen, da es keinen Vertrag zwischen uns gibt und Sie somit auch keine Einzugsermächtigung von mir haben. Des Weiteren wies ich Sie darauf hin, dass ich gerne dazu bereit bin, über die Bedingungen eines neuen Vertrages zu sprechen, aber unter den gegebenen Umständen nicht an einem Abschluss interessiert bin und Ihren Receiver zur Abholung bei mir bereithalte.

Auch auf dieses Schreiben habe ich bis zum heutigen Tag keine Antwort von Ihnen erhalten. Was ich von Ihnen hingegen erhalten habe sind Mahnungen. In Ihrem Schreiben vom 31.08.2010 drohten Sie mir mit dem Entzug meiner Empfangsberechtigung für Ihre Sender. In Ihrem letzten Schreiben vom 28.09.2010 drohten Sie mir mit der Kündigung meines Abonnements sowie rechtlichen Schritten gegen mich, wenn ich die Ihrer Meinung nach offenen Forderungen nicht bis zum 12.10.2010 an Sie überweise. Ich sehe dies als deutliches Signal an, dass sie an einer gütlichen Einigung in dieser Sache nicht interessiert sind.

Ich teile Ihnen als Antwort darauf nun zum letzten Mal mit, dass ich dieser Forderung nicht nachkommen werde! Es ist zwischen Ihrem Unternehmen und mir kein Vertrag zustande gekommen und somit bestehen Ihrerseits auch keine Ansprüche auf Zahlungen. Der Receiver steht nach wie vor zur Abholung für Sie bereit. Ich fordere Sie weiterhin ein letztes Mal dazu auf, keine weiteren unrechtmäßigen Abbuchungen von meinem Bankkonto vorzunehmen sowie weitere Mahnschreiben an mich zu unterlassen! Andernfalls behalte ich mir rechtliche Schritte gegen Ihr Unternehmen vor.

Ich finde es wirklich sehr traurig, dass ein Unternehmen, das mit einem vermeintlichen Premium-Produkt wirbt, ein solch lausiges Kommunikationsverhalten an den Tag legt und keinerlei Verständnis für Kundenservice hat. Ich war acht Jahre lang trotz einiger Ärgernisse ein insgesamt zufriedener Kunde bei Ihnen. Anfang des Jahres habe ich sogar noch Freundschaftswerbung für Sie betrieben. Durch Ihr herablassendes und ignorantes Verhalten (ist es wirklich so schwer ein Kundenschreiben oder eine Email zu beantworten?) haben Sie mich nun in das Gegenteil verkehrt. Ich kann und werde meinen Freunden und Bekannten nur noch davon abraten, sich mit Sky Deutschland einzulassen.

Ich weiß nun wenigstens, was Sie sich unter dem „Besonderen“ vorstellen, das sie in Ihren Spots bewerben und hoffe sehr, dass Sie endlich begreifen, dass Sie mit dieser Firmenpolitik trotz Ihrer Monopolstellung nicht weit kommen werden. Es ist einfach nur noch traurig.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Singer

(Der Brief ging als Einschreiben ebenfalls an die Geschäftsführung von Sky Deutschland)

Die Hintergründe:

Wie Sky treue Kunden los wird

Das Sky-Abenteuer geht weiter

Immer wieder Sky

Tschüss, Sky!