Schlagwort-Archiv: Sebastian Prödl

9. Spieltag: Zerfahren

Werder Bremen – SC Freiburg 0:0 (0:0)

In einem äußerst schwachen Fußballspiel trennen sich Werder und Freiburg 0:0. Einen zusammenhängenden Spielbericht will ich mir für dieses zerfahrene Spiel nicht aus den Fingern saugen. Stattdessen ein paar lose Beobachtungen:

  • Werders Passspiel war unterirdisch. Die (im Saisonvergleich gar nicht so schlechte) Fehlpassquote von 26% erzählt dabei nur die halbe Geschichte. Das Problem waren vielmehr die zahlreichen Pässe, die zwar beim Mitspieler ankamen, jedoch so schlecht getimt waren, dass kein flüssiges Kombinationsspiel möglich war. Insbesondere die Pässe auf die Außenbahnen wurden häufig ohne jeden Druck oder in den Rücken des Mitspielers gespielt. Obwohl Werder in dieser Saison bislang allgemein nicht mit gutem Passspiel geglänzt hat, stach das Spiel gegen Freiburg dabei noch einmal heraus.
  • Werders Offensivspiel ist nicht hoffnungslos. Es waren durchaus Ideen erkennbar, wie Werder in der Offensive spielen wollte. Das Problem ist nicht mangelnde Kreativität, sondern die Umsetzung. Die lag nicht nur am mangelhaften Passspiel, sondern auch an der noch fehlenden Feinabstimmung. Dutt lässt offensiv relativ kompliziert spielen, mit 4-5 ständig rotierenden Spielern. Das kann nur funktionieren, wenn Automatismen in Lauf- und Passwegen entstehen.
  • Freiburg verteidigt weiterhin ziemlich hoch, presst in dieser Saison aber nicht mehr so kompromisslos auf den gegnerischen Spielaufbau. Werder hatte aber (zumindest in der Theorie) die richtigen Antworten auf das Freiburger Pressing. Abkippende Sechser sind unter Dutt zur Normalität bei Werder geworden. Gegen Freiburg kippte Kroos jedoch nicht zur Seite, sondern rückte zwischen die nach außen schiebenden Innenverteidiger und spielte eine Art Libero. Die Außenverteidiger rückten hingegen weit auf in die gegnerische Hälfte und Makiadi gab den Verbindungsmann zwischen der Dreierkette und den vier rotierenden Offensivleuten. So hatte Werder im Aufbau stets eine Überzahl: Rückten die Freiburger Außenstürmer auf, war der Außenverteidiger an der Mittellinie anspielbar. Rückte einer der Sechser mit auf, ergaben sich Lücken im Mittelfeld.

Werders Spielaufbau gegen Freiburg

  • Nils Petersen ist ein denkbar schlechter Verwerter von langen Bällen. Es hat Gründe, warum Petersen bei langen Abschlägen in dieser Saison oft auf die Außenbahnen ausweicht. Dort hat er gegen die gegnerischen Außenverteidiger eine Chance im Kopfballduell. In der Mitte ist er meistens auf verlorenem Posten. Sein Timing ist schlecht und er setzt seinen Körper nicht ein (in einer Szene gestern reichte ein klitzekleiner Körperkontakt von Ginter, um Petersen meterweit am herunterkommenden Ball vorbeilaufen zu lassen). Hier erhoffe ich mir von Di Santo eine Verbesserung.
  • Defensiv war Werders Leistung ok. Freiburg ist derzeit wahrlich nicht der offensivstärkste Gegner, den man sich vorstellen kann, und dennoch bekam er einige gute Torchancen. Auf das vierte “Zu Null” sollte man sich daher nicht zu viel einbilden. Doch die Fortschritte zur letzten Saison sind deutlich sichtbar – noch nicht in jeder Phase des Spiels, aber hier befindet sich Werder auf dem richtigen Weg.
  • Bester Defensivspieler gestern: Eljero Elia.
  • Ich habe in der letzten Saison genau solche Spiele gefordert: Wenn es spielerisch nicht läuft, dann wenigstens ein 0:0 erkämpfen.
  • “Prödl ist ein Dödl.”(Zitat meines Neffen)

Die Teams unterhalb von Bayern/BVB/Leverkusen liege in der Tabelle derzeit noch so eng beisammen, dass man noch nicht abschätzen kann, ob Werder sich tatsächlich aus dem Abstiegskampf heraushalten kann. Mit einem 2:0-Sieg wäre man gestern vorübergehend auf Platz 4 vorgerückt. Die nächsten Spieltage werden die Abstände zwischen Platz 4 und 15 vermutlich etwas vergrößern. Gegen Wolfsburg, Hannover, Schalke und Mainz muss Werder dann die bisherigen Ergebnisse bestätigen und zeigen, dass man zurecht im gesicherten Mittelfeld steht.

Biedermeier

1.FC Kaiserslautern – Werder Bremen 0:0

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, am Anfang dieses Posts die positiven Aspekte des Spiels hervorzuheben. Es fällt mir jedoch schwer, auch wenn Werders Leistung nicht so schwach war, wie einige Schwarzseher vorhergesagt hatten. Gegen einen mutigen, aber auch bestenfalls durchschnittlichen FCK kam Werder nur zu einem mageren 0:0.

Hektischer Beginn und Probleme im Passspiel

Die abwartende Haltung, die Werder in der Anfangsphase einnahm, führte zunächst nicht zu einer Beruhigung des Spiels. Werder stand tief, attackierte spät und wollte wohl erstmal testen, wie ernst es die Lauterer mit den Offensivbemühungen meinten. Die Gastgeber ließen sich nicht lange bitten und versuchten, das Spiel von Anfang an in die eigene Hand zu nehmen. Bereits nach 60 Sekunden hätte es nach einem kapitalen Bock von Wiese 1:0 stehen können, aber der Kopfball von Kouemaha ging glücklicherweise übers Tor.

Werders Grundordnung sollte der zuletzt verunsicherten Mannschaft Stabilität geben, was nach der wackligen Anfangsphase auch einigermaßen gelang. Das Spiel gegen den Ball war passabel und die Spielanlage war gerade bei den drei defensiven Mittelfeldspielern gut zu erkennen. Bei Ballgewinn versuchte man durch flache Vertikalpässe schnell umzuschalten und den Ball zu den drei offensiven Pizarro, Rosenberg und Ekici zu spielen. Letzterer passt immer noch nicht so recht in diese Mannschaft. Direktes Spiel scheint ihm zuwider, jeder Ball wird erst angenommen, dann geschaut, dann gespielt – wenn es dann noch nicht zu spät ist. So kam es zu vielen Überflüssigen Zweikämpfen, die Ekici in großer Häufigkeit verlor. Ein bisschen fühlte ich mich an Diego erinnert, nur ohne die enorme Dribbelstärke.

Da die Fehlpassquote für die ambitionierte Spielweise zu hoch war, blieb Werder selten über längere Zeit in Lauterns Hälfte in Ballbesitz. Das vorsichtige Nachschieben seitens der Außenverteidiger und Rautenspieler hielt den Schaden dabei in Grenzen, weil man nicht ganz so anfällig bei Kontern wirkte, wie zuletzt. Es sorgte allerdings auch dafür, dass man nach Ballverlusten nicht direkt ins Pressing umschalten konnte. Offenbar eine gewollte taktische Maßnahme, da Werder auch ansonsten weitgehend auf Pressing verzichtete. Als Folge musste man sich jeden Ballgewinn durch diszipliniertes Verschieben in der Defensive erarbeiten.

Prödls Verletzung und ein überforderter Neuling

Während der eine Debütant, Tom Trybull, weitgehend überzeugen konnte, war ein anderer (relativer) Neuling mit seiner Aufgabe überfordert: Schiedsrichter Robert Hartmann erwischte einen denkbar schlechten Start und hatte in der Folge Probleme, das Spiel in den Griff zu bekommen. Schon das nicht geahndete Foul an Pizarro, das außer dem Unparteiischen wohl jeder im Stadion und im Fernsehen gesehen hatte, deutete dies an. Am ersichtlichsten wurde es dann beim nicht gegebenen Elfmeter für Werder, bei dem Prödl sich Oberkiefer und Nasenbein brach und blutüberströmt ausgewechselt werden musste. Selbst wenn der Schiedsrichter schlecht steht, hat er in dieser Szene nur zwei Optionen: Er pfeift gefährliches Spiel und gibt indirekten Freitstoß (weil er aus seiner Position nicht sieht, ob der Kouemaha Prödl wirklich trifft) oder er gibt Elfmeter, was die richtige Entscheidung gewesen wäre.

Sebastian Prödl ist 1,94 m groß. Wenn ein Ball auf Höhe seines Kopfs mit dem Fuß geklärt wird, übersteigt es meinen Horizont, wie dies keinen Regelverstoß darstellen sollte. Wenn ein Schiedsrichter dies nicht ahndet, ist er der Drucksituation, unter der ein Bundesligaschiedsrichter nun einmal Entscheidungen treffen muss, ganz offensichtlich nicht gewachsen. Hartmann nahm die Pfeife erst in den Mund, unterließ dann jedoch den Pfiff, was nahelegt, dass seine erste Intuition war, die Aktion abzupfeifen. Was ihn zu seinem Umdenken bewogen hat, vermag ich nicht zu sagen.

Zielstrebig Richtung Punkteteilung

An Prödls Verletzung ist Hartmann dennoch ebenso wenig Schuld, wie an Werders insgesamt dürftiger Leistung. Auch die Lauterer dürfen mit einigen strittigen Entscheidungen zu ihren Ungunsten hadern, beispielsweise dem nicht geahndeten Handspiel von Schmitz, welches aber wohl knapp vor dem Strafraum stattfand. Das 0:0 war ebenso leistungsgerecht wie ungewöhnlich für dieses Spiel. Torchancen entstanden trotz mangelnder Kreativität auf beiden Seiten in unerwarteter Regelmäßigkeit. Obwohl keine Mannschaft die Defensive wirklich entblößte, ergaben sich immer wieder Situationen, in denen nur ein Pass oder ein zielstrebigerer Abschluss zu einem Tor gefehlt hätten.

Der Spielverlauf gegen Ende der zweiten Halbzeit und die Tatsache, dass Schaaf nicht umstellen wollte oder konnte, machen das 0:0 eher zu einem Punktgewinn denn zu einem Punktverlust für Werder. Sorgen machen muss man sich vielmehr angesichts der Tatsache, dass die Mannschaft zwar die so häufig vermisste, gute Mischung aus Offensive und Defensive hatte, aber dennoch hinten anfällig wirkte und vorne nur selten zwingend wurde. An Platz 4 braucht man derzeit nicht zu denken. Auf Platz 7 hat man dagegen 6 Punkte Vorsprung. Wichtig ist nun vor allem, in den Heimspielen wieder zur Sicherheit im Kombinationsspiel zu finden.

Enttäuschend ist vor allem, dass man nach der Winterpause kein Stück weiter scheint, als zum Ende der Hinrunde. Im Gegenteil, man hat eher das Gefühl in puncto Passspiel zeige die Fieberkurve nach unten. Die Verletzung Prödls, just als Wolfs Verkauf nach Monaco nur noch Formsache scheint, zwingt Klaus Allofs wohl noch einmal zum Handeln. Die Null, die hinten endlich stand, tröstet über diese Punkte auch nur bedingt hinweg. Sie scheint eher ein statistischer Zufall zu sein, als Folge einer signifikant verbesserten Defensive. So sucht man verzweifelt nach einem Strohhalm, während man auf dem fünften Platz in der Tabelle steht – eine Platzierung, die man vor der Saison wohl sofort unterschrieben hätte.

Werder-News 11/10/02

Bevor es in die nächste Länderspielpause geht, steht für Werder noch das “kleine” Nordderby an. Mit einem Sieg gegen Hannover 96 könnte man in der Tabelle mit den Bayern gleich ziehen und Platz 2 festigen. Ab 15:15 gibt es das Spiel hier im Live-Blog. Vorab noch ein paar aktuelle Nachrichten zum Spiel:

Alles weitere dann wie gesagt später im Live-Blog.

Sommerpause (Teil 3a): Personalplanung 2011 – Tor und Abwehr

Heute gibt’s den letzten Teil meiner Sommerpausen-Trilogie. Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich zwei Posts daraus gemacht.

Tor:

Tim Wiese: Er ist die unangefochtene Nummer 1 bei Werder. Seine Leistungen sind beständig auf hohem bis sehr hohem Niveau. In den letzten beiden Jahren hat er sich vom „Reflexgott“ zu einem mitspielenden Torwart entwickelt und konsequent an seinen Schwächen gearbeitet. Gilt trotzdem als Torwart alter Schule und hat fußballerische Defizite sowie Probleme bei der Strafraumbeherrschung.

Christian Vander: Eine solide Nummer 2 – nicht mehr, nicht weniger. Hat die Wackler aus der Anfangszeit bei Werder weitgehend abgestellt. Übt jedoch keinen Druck auf Wiese als Nummer 1 aus. Momentan ist dies kein Problem, mittelfristig sollte Werder die Position überdenken.

Nachwuchs: Sebastian Miellitz (21) und Felix Wiedwald (20) stehen hinter den beiden etablierten Torhütern im zweiten Glied. Beide sammelten in der letzten Saison durch Verletzungen der Konkurrenten schon Erfahrungen im Spieltagskader der Profis. Miellitz kommt bereits auf drei Einsätze bei den Profis, doch in Wiedwald sehe ich (von den wenigen Eindrücken, die ich von beiden habe) das größere Potenzial. Langfristig wird sich höchstens einer von beiden bei Werder etablieren können. Ihr Ziel muss es zunächst sein, sich durch starke Leistungen in der U23 für die Profis zu empfehlen und die Position von Christian Vander anzugreifen. Fraglich, ob einer von beiden irgendwann Tim Wiese ersetzen kann.

Transfers: Im Tor sind keine Transfers geplant. Die vorhandenen Torhüter werden nicht abgegeben. Als einzigen möglichen Grund für eine Neuverpflichtung in letzter Minute könnte ich mir eine langfristige Verletzung von Tim Wiese vorstellen.

Abwehr:

Per Mertesacker: Gesetzt in der Innenverteidigung. Hat eine durchwachsene WM gespielt und auch seine letzte Saison war nicht die beste. Bei Fans und Trainer trotzdem unumstritten. Beeindruckt nach wie vor mit seiner Ruhe und Übersicht. Entgegen vieler Kritiken mit guter Spieleröffnung. Größte Schwäche ist seine fehlende Schnelligkeit, die er gerade bei der WM zu selten durch gutes Stellungsspiel wettmachen konnte. Stagniert etwas, allerdings auf hohem Niveau. Verbesserungspotenzial vor allem beim Antizipieren von Spielsituationen. Spekulationen um einen Wechsel zu Arsenal erteilte Klaus Allofs eine Absage.

Naldo: Hat zurück zu seiner Form gefunden. In der vergangenen Saison insgesamt der bessere der beiden Innenverteidiger. Trotz seiner Größe schneller als Mertesacker und technisch sehr beschlagen. Sein Offensivdrang ist Segen und Fluch zugleich, da Werder ohnehin sehr risikoreich spielt. Erzielte allerdings letzte Saison für einen Abwehrspieler sensationelle 13 Saisontore. Vom Gesamtpaket her einer der besten Innenverteidiger der Liga, mit leichtem Hang zu Unkonzentriertheiten. Leider seit Beginn der Sommerpause angeschlagen und mit großem Fragezeichen versehen, was seine Genesung angeht. Ein längerer Ausfall wäre für Werder ein herber Verlust.

Sebastian Prödl: Hat sich bei Werder bislang unter Wert verkauft. Ist nach wie vor ein großes Talent, musste jedoch immer wieder auf der rechten Außenbahn aushelfen, wo er Probleme hatte. In der Innenverteidigung kam er nur bei Ausfällen zum Einsatz und konnte dabei nicht immer überzeugen. Ähnlich kopfballstark wie Mertesacker und Naldo, dazu mit viel Dynamik und guter Antizipation. Für einen Stammplatz jedoch noch nicht beständig genug und unter normalen Bedingungen mit wenig Aussicht auf mehr Spielpraxis. Spielte eine gute Vorbereitung. Naldos Verletzung könnte seine Chance sein.

Petri Pasanen: Routinier und Defensivallrounder. In der letzten Rückrunde mal wieder solider Rückhalt auf der linken Abwehrseite. Seine Wunschposition ist jedoch die Innenverteidigung, wo er wegen der großen Konkurrenz aber nur selten eingesetzt wird. Hat sich mit seiner Rolle als Aushilfskraft arrangiert und kommt dank seiner Vielseitigkeit trotzdem regelmäßig zum Einsatz. Defensiv sehr solide und taktisch gut geschult. Auf der Außenbahn nach vorne eher zaghaft, wenn auch längst nicht so harmlos wie oft dargestellt. Hat zu Saisonbeginn einen kleinen Vorsprung vor Boenisch.

Clemens Fritz: Hat in der letzten Saison nach langer Schwächephase zurück in die Spur gefunden und zeigte als rechter Verteidiger überwiegend gute Leistungen. Vor allem defensiv verbessert. Offensiv noch mit Luft nach oben, gerade im Vergleich zu seiner ersten Saison bei Werder. Hat im aktuellen Kader keinen ernsthaften Konkurrenten um einen Stammplatz. Ist dazu mit den Innenverteidigern gut eingespielt. In der Vorbereitung sehr beständig.

Sebastian Boenisch: Nach einer ansprechenden Hinrunde in der letzten Saison nach seiner Verletzung nicht mehr richtig in Schwung gekommen. Noch immer sehr abhängig von seiner physischen Verfassung. Lauf-, Kopfball- und Zweikampfstark. Im Stellungsspiel verbessert, aber noch mit Defiziten. Wirkt gegen hochklassige Gegenspieler schnell überfordert. Muss in dieser Saison den Sprung vom soliden Linksverteidiger ins obere Bundesligadrittel schaffen, um seinen Stammplatz zu festigen. Bekommt womöglich neben Aushilfskraft Pasanen noch einen weiteren Konkurrenten vorgesetzt. Zudem in der Vorbereitung mit kleineren Verletzungsproblemen.

Nachwuchs: Niklas Andersen (21) kam bislang nicht über gelegentliche Kadernominierungen hinaus. In zwei Jahren kommt er auf nur einen Bundesligaeinsatz. In der U23 zeigt er ganz gute Leistungen, doch wenn nicht bald noch eine Leistungssteigerung kommt, dürfte der Zug zum Profikader abgefahren sein. Ähnliches gilt in noch stärkerem Maße für Dominik Schmidt (23). Er wird im Profikader geführt, hat aber kaum noch Chancen sich dort festzusetzen. Besser sieht es da schon für Timo Perthel (21) aus, der sich in der vergangenen Saison zum Linksverteidiger umschulen ließ und dort überzeugen konnte. Falls niemand mehr für die Position verpflichtet wird, könnte er hinter Boenisch zum festen Bestandteil des Profikaders werden.

Transfers: Bislang wurde kein Abwehrspieler verpflichtet. Der Kader ist auf den Außenbahnen jedoch etwas dünn besetzt. Testspieler Aldo Corzo aus Peru wurde nicht verpflichten, wohl auch, weil er für die U23 nicht spielberechtigt ist, was es erschwert hätte, ihm Spielpraxis zu geben. Gesucht wird vor allem ein Linksverteidiger, sei es für die Startelf oder um Boenisch Druck zu machen. Definitiv nicht verpflichtet wird Aymen Abdennour, der laut Allofs in der letzten Saison “verbrannt” wurde. Häufig genannte Namen waren Reto Ziegler, Pablo Armero und Nadir Belhadj, die jedoch allesamt aus dem Rennen sind. Der Brasilianer Rycharlyson (Sao Paolo) ist laut Allofs kein Thema, doch es gibt Gerüchte wonach er Werders Plan B ist. Bleibt die Frage: Wer ist Plan A?

Bereits erschienen:

Sommerpause (Teil 1): Der ganz normale Wahnsinn

Sommerpause (Teil 2): Die Systemfrage reloaded

Es folgt:

Sommerpause (Teil 3b): Personalplanung 2011 – Mittelfeld und Angriff