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Letzter Test mit wenig Aussagekraft

West Ham United – Werder Bremen 1:2 (1:2)

Werder bleibt in der Vorbereitung ungeschlagen und geht mit einer Serie von zehn Siegen und einem Unentschieden in die neue Saison. Gegen West Ham wurde das ersatzgeschwächte Team von Viktor Skripnik gut gefordert, auch wenn das Spiel insgesamt auf spielerisch und läuferisch überschauberem Niveau war.

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West Ham dominiert die Anfangsphase

Skripnik formierte sein Team so wie erwartet und stellte die Spieler auf, die – bis auf die eventuellen Rückkehrer Junuzovic und Bargfrede – auch beim Pokalspiel in Würzburg auf dem Platz stehen dürften. Bartels stürmte neben Ujah, unterstützt von einem etwas improvisierten Mittelfeld, in dem Kroos den Sechser gab, Fritz auf die linke Halbposition wechselte und Grillitsch die Rolle von Junuzovic einnehmen sollte. Maximilian Eggestein spielte hinter den Spitzen.

Der Europa League Teilnehmer aus London, der sich bereits mitten in der Saison befindet, lief in einem 4-2-3-1 und mit einer durchaus ernsthaften Startelf auf. Sturmspitze Sakho und sein Hintermann Zarate stellten Werders Defensive in der Anfangsphase vor einige Probleme, doch es war vor allem Außenstürmer Payet, den die Bremer nicht in den Griff bekamen.

Werder stand zunächst tief und agierte abwartend. Bis ca. 35 Meter vor dem Tor konnte West Ham recht problemlos den Raum im Zentrum kontrollieren und das Spiel von dort auf die Flügel leiten. Werder versuchte schnell zu doppeln und dabei kompakt zu verschieben, damit die Raute nicht zu sehr in die Breite gezogen wird. Das gab West Ham wiederum die Gelegenheit zu gefährlichen Seitenverlagerungen, wovon es zwar insgesamt wenige gab, eine jedoch zum Führungstreffer von Sakho reichte. Fritz und Garcia versuchten Payet auch hier zu doppeln, doch letztlich hatte der Franzose genug Zeit, eine präzise Flanke zwischen die Innenverteidiger zu schlagen. Die Führung war folgerichtig, da die Gastgeber in den ersten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft waren.

Ujah dreht das Spiel, Neuzugänge überzeugen

Der Ausgleich fiel dennoch direkt im Anschluss, weil der schwache Adrian einen mittig platzierten Fernschuss von Ujah durchrutschen ließ. In der Folge fand sich Werder etwas besser zurecht, wurde defensiv stabiler und im Mittelfeld präsenter. Die insgesamt doch recht instabile und bindungslose Mittelfeldraute wusste zumindest phasenweise zu gefallen. Nun wurde auch deutlich, dass West Ham abgesehen von den individuell starken Payet, Zarate und Sakho eine spielerisch sehr durchschnittliche Mannschaft ist. Mit dem Bremer Pressing kamen sie überhaupt nicht zurecht und begannen zu bolzen, sobald Ujah, Bartels und Eggestein früh drauf schoben. Hohes Angriffspressing gab es dennoch nur wenig zu sehen, wie insgesamt das Spiel nicht das höchste Tempo hatte.

Auch spielerisch war die Partie nichts für Feinschmecker, es waren eher Einzelaktionen von Grillitsch, Ujah, Fritz und dem auffälligen Ulisses Garcia, die überzeugten. Letzterer war es auch, der mit einem Dribbling und einem guten Pass auf Ujah das 2:1 einleitete. Offensiv konnte er einige Akzente setzen und wirkt sehr komplett in seinem Spiel. Defensiv ist er zumindest in den Zweikämpfen deutlich stärker als Konkurrent Sternberg, den er abgehängt zu haben scheint. Ujah wiederum setzte sich im eins gegen eins sehenswert durch und schloss präzise ab. Auch er scheint ein richtiger Gewinn für Werder zu werden und passt sehr gut zum Bremer Stil. Auch der dritte Neuzugang lieferte eine überzeugende Partie ab. Felix Wiedwald hatte wenige richtig brenzlige Situationen im Tor zu überstehen, spielte aber gut mit, war sehr aufmerksam und antizipierte gut.

Grillitsch und Zander nutzen ihre Chance

Von den Nachwuchsleuten überzeugte mich Grillitsch mehr als Eggestein, der entweder einen schlechten Tag hatte oder noch nicht ganz bereit für höhere Aufgaben ist. Körperlich hat er auf dem Niveau noch Defizite und ist auch sonst wohl eher Durchlauferhitzer als Spielgestalter. Seine starke Technik blitzte jedoch immer wieder auf und besser eingebunden könnte er im Bremer Konterspiel ein wichtiger Faktor werden. Luca Zander wusste nach seiner Einwechslung ebenfalls zu Gefallen. Er macht für sein Alter erstaunlich wenige Fehler, spielt auf den ersten Blick unspektakulär, aber immer durchdacht und technisch sauber, womit er bei Werder schon heraussticht. Im Zusammenspiel mit Gebre Selassie könnte er im Pokal durchaus ein Kandidat für die Startelf sein, wo Fritz verletzt gesperrt fehlen wird.

In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel weiter, West Ham wechselte munter durch, bei Werder kamen neben Zander noch Fröde und Manneh ins Spiel. Fröde machte seine Sache im defensiven Mittelfeld ganz gut, fiel im Vergleich zu Kroos nicht sonderlich ab. Manneh war seine Aufregung anzumerken. Viel gelang ihm nicht, auch wenn ihm ein Elfmeter verwehrt wurde. Ihn auf diesem Niveau zu testen ist absolut richtig, gerade weil eine Planstelle im Angriff noch offen ist und andere Offensivspieler wie Aycicek, Hajrovic, Lorenzen und Öztunali nicht überzeugen bzw. verletzt sind.

Die Ergebnisse der Vorbereitung gilt es wie immer mit viel Vorsicht zu genießen. Werder zeigte phasenweise tolle Offensivkombinationen wie gegen Sevilla und Salzburg, hielt die Gegentore in Grenzen und geht mit einer mehr oder weniger klaren ersten Elf in die Saison. Auf der anderen Seite werden die Defizite im Aufbau, im Positionsspiel, in der Ballrotation immer wieder deutlich. Gegen West Ham gab es eine Situation, in der Kroos als hinterster Mittelfeldspieler 25 Meter vor dem gegnerischen Tor mit vollem Risiko in einen Zweikampf geht und den Ball verliert. Solange man etwas Platz hat, der Gegner nicht 100% Tempo geht oder allgemein unterklassig ist, macht das nicht viel aus. Im Pokal gegen die aggressiven Würzburger wird es aber eine andere Nummer. Hier wird Werder mehr Eigeninitiative in der Spielgestaltung zeigen müssen und kann sich weniger auf Pressing und Umschaltspiel verlassen.

Winterpausengedanken

1. Testspiele

Drei Siege und eine deftige Niederlage – so sieht die Bilanz bisher aus. Gesehen habe ich nur das Testspiel in Duisburg, und das war grauenvoll. Ergebnisse aus Testspielen sind mir zwar relativ egal und zur Einordnung der Leistungen muss man die Trainingsumstände mit einbeziehen (Wurde vor dem Spiel noch trainiert? Gab es eine Vorbereitung wie bei einem Pflichtspiel? Was waren die Maßgaben des Trainers?). Unabhängig davon kann man aber festhalten, dass Werder gegen den Drittligisten nicht den Hauch einer Chance hatte, defensiv so trottelig wie eh und je agierte, sowie insgesamt den Eindruck erweckte, nicht sonderlich an diesem Spiel interessiert zu sein. Laufbereitschaft? Kompaktes Verschieben? Einstudierte Offensivaktionen? Alles Fehlanzeige. Man sollte meinen, dass knapp zwei Wochen vor Beginn der Rückrunde jede Chance gesucht wird, sich dem Trainer auf seiner Position aufzudrängen. Allerdings macht es dem Trainer die Auswahl auch nicht leichter, wenn keiner der in Frage kommenden Spieler eine ansprechende Leistung zeigt. Am ehesten wusste noch Aycicek zu überzeugen, da er zumindest einige gute Ideen in der Offensive hatte, aber es war, um es deutlich zu sagen, keineswegs eine Leistung, mit der man in einer Bundesligamannschaft positiv herausstechen sollte.

Zu hoch hängen sollte man das Spiel jedoch nicht. Schon die Testspiele zuvor haben gezeigt, dass defensiv noch viel Arbeit vor dem Team liegt. Skripnik sprach denn auch von einer “gesunden Niederlage”, weil den Spielern nun die Defiziten deutlicher gemacht werden könnten. Das war hoffentlich eine Standardfloskel, denn wenn das Team ernsthaft Spiele wie in Duisburg bräuchte, um auf die tiefgreifenden Probleme im Defensivspiel aufmerksam gemacht zu werden, könnte man die Hoffnung auf den Klassenerhalt wohl schon jetzt begraben.

2. Abgänge

Weiß endlich wo’s lang geht: Eljero Elia

Drei Spieler wurden in der Winterpause abgegeben und bei allen Dreien war es sowohl absehbar, als auch vernünftig. Ludovic Obraniak hatte zwar eine neue Chance bekommen unter Viktor Skripnik, war jedoch schnell wieder aus der erweiterten Stammelf gerutscht und stand zuletzt nicht nur hinter Nachwuchshoffnung Aycicek, sondern auch hinter dem Siebzehnjährigen Eggestein. Eine Trennung war somit unausweichlich. Nils Petersens Wechsel zu Freiburg überraschte nur insofern, als dass man damit einen direkten Konkurrenten vermeintlich stärkte (wobei auch der Witz die Runde machte, dass man die Freiburger damit gezielt schwächen wollte). Bei Petersen kamen zwei Dinge zusammen, die ihn bei Werders aufs Abstellgleis beförderten: 1.) Ein anhaltendes Formtief, gepaart mit langen Durststrecken ohne Treffer, was – wie bei Stürmern üblich – zu einem Verlust des Selbstbewusstseins führte. 2.) Generelle Vorbehalte gegen seine Tauglichkeit, da seine Schwächen (Technik, Ballbehauptung, Spiel mit dem Rücken zum Tor) auch in guten Phasen allzu deutlich sichtbar waren. Die erstarkte Konkurrenz mit Selke und Lorenzen bedeutete letztlich Petersens Aus in Bremen.

Etwas anders gelagert ist der Fall bei Eljero Elia. Nachdem er die letzte Saison mit recht ansprechenden Leistungen als zweiter Stürmer neben Di Santo beendete, wurde er im Laufe der Hinrunde wieder zum Pflegefall auf zwei Beinen. An Elias sportlichem Potential bestanden nie Zweifel, doch es gibt gute Gründe dafür, dass er in der Bundesliga auf seiner Position nie zu einem überdurchschnittlichen Spieler wurde – und erst recht nicht zu einem Leistungsträger, der seinen qua Gehalt herausragenden Status im Kader rechtfertigen würde. Einerseits zählt Elia zu den Spielern, deren einziger Treibstoff das Selbstbewusstsein ist. Das wurde immer dann deutlich, wenn er eines seiner spärlichen Erfolgserlebnisse hatte und in der Folge sichtlich aufblühte. Andererseits scheint Elia kaum zur kritischen Selbstreflexion fähig. Das wurde immer dann deutlich, wenn Kritik an ihm aufkam oder er nicht berücksichtigt wurde. Weder konnte er aus diesen Rückschlägen irgendwelche Lehren ziehen, noch die Kritik in positive Energie umwandeln. Die Diskrepanz zwischen dem Bild, das er in der Öffentlichkeit gerne von sich zeichnen wollte (“bester Linksaußen Europas”) und seinen überdeutlichen Selbstzweifeln auf dem Platz, die nach jeder schlechten Szene zu wachsen schienen, könnte größer kaum sein. Elia wäre gerne ein Künstler, lässt aber das einfache Handwerk vermissen. Das kann sich ein Verein wie Werder in der aktuellen Situation nicht leisten. Bei Southampton, einem gut eingespielten Kollektiv mit der besten Defensive der Premier League, mag das anders aussehen. Ob Elia dort jedoch mit den unweigerlich kommenden Rückschlägen besser fertig wird, steht auf einem anderen Blatt.

3. Zugänge

Alle drei Abgänge spielten unter Skripnik keine Rolle mehr im Team. Sie müssen somit nicht direkt ersetzt werden. Die Forderung nach Neuzugängen ist daher auch losgelöst von diesen Transfers. Die Schlagrichtung hat sich dabei in den letzten Monaten jedoch ein Stück weit geändert. Zwar fordern Teile der Fans immer noch einen Großeinkauf und “dass der Verein endlich mal richtig ins Risiko geht”. Eine grundlegende Änderung der Einkaufspolitik hat es trotzdem nicht gegeben. Das dürfte zu einem nicht unwesentlichen Teil an der gelungenen Integration mehrerer Nachwuchsspieler unter Viktor Skripnik liegen. Der als “alternativlos” bezeichnete Weg der Einbindung eigener Talente wird nun auch gegangen, nicht nur ausgemalt. Ohne Neuzugänge dürfte es dennoch schwierig werden, die Klasse zu halten. Dabei stehen nun nicht mehr offensive Hoffnungsträger wie Bryan Ruiz im Mittelpunkt des Interesses, sondern erfahrene Spieler auf den wichtigsten Defensivpositionen: Torwart (siehe unten), Innenverteidigung und defensives Mittelfeld.

Wird entweder der der neue Micoud oder der neue Diego: Levin Öztunali

In der Innenverteidigung stehen theoretisch vier erfahrene Spieler zur Verfügung, doch durch Prödls Verletzung (und schwierige Vertragssituation) und Caldirolas tiefes Formloch ist die Position, die im Sommer noch tief genug besetzt schien, zum großen Problem geworden. Nachwuchsmann Hüsing scheint mir noch nicht weit genug zu sein und Lukimya sollte in einer Bundesligamannschaft nicht mehr als ein Ergänzungsspieler sein. Bleibt lediglich Gálvez als Konstante, der bislang aber auch nur an Prödls Seite wirklich überzeugen konnte. Ein weiterer Innenverteidiger wäre wünschenswert, ergibt aber nur bei einem gleichzeitigen Abgang Sinn. Einziger Kandidat dafür wäre Caldirola (Lukimyas Vertrag wurde erst verlängert und wer kauft schon einen verletzten Prödl, der im Sommer ablösefrei zu haben ist?). Ob man die Hoffnung in den Italiener aber schon vollständig aufgegeben hat, weiß ich nicht. Mehr als ein weiteres Leihgeschäft kann ich mir dennoch nicht vorstellen.

Die Problematik im defensiven Mittelfeld besteht schon so lange, dass ich schon nicht mehr damit gerechnet habe, dass man sie bei Werder noch bemerkt. Es ist mir unbegreiflich, dass seit Baumanns Karriereende, also seit fünfeinhalb Jahren bzw. elf Transferphasen, nie Geld für einen richtig guten Sechser in die Hand genommen wurde (Makiadi lasse ich nicht gelten, denn bei ihm war vorher klar, dass er kein eigentlicher Sechser ist, sondern wahlweise Achter/Box-to-Box-/Verbindungsspieler). Wahlweise setzte man auf den Nachwuchs (Bargfrede), holte unerfahrene Talente (Trybull) oder schulte Spieler um (Kroos, Gálvez). Wie konnte ein Verein, der soviel auf seine Tradition mit der Raute im Mittelfeld gibt, nur die Bedeutung einer solch wichtigen Position so massiv unterschätzen? Doch auch die lokale Presse träumt noch immer von einem neuen Johan Micoud, statt sich die Konkurrenz anzuschauen und einen Daniel Baier zu fordern. Neuzugang Levin Öztunali ist für mich daher eher eine “Zugabe”, ein Spieler für die Breite in der Offensive, der im Sommer für ein Jahr die Nachfolge Junuzovics antreten könnte.

Auf der Sechserposition ist der Bedarf im Kader meiner Meinung nach am Größten (siehe Punkt 5). Im Winter wird es doppelt schwer, dieses Versäumnis nachzuholen. Gesucht wird kein reines Kampfschwein oder Zweikampfgott, sondern ein intelligenter und technisch starker Spieler vor der Abwehr, der gutes Positionsspiel, Passicherheit und strategische Fähigkeiten mitbringt. Kein leichtes Anforderungsprofil, aber andere Vereine haben bewiesen, dass man keinen dicken Geldbeutel braucht, um dort fündig zu werden.

4. Torwartdiskussion

Die dritte kritische Position ist die des Torwarts. Hier ist Eichin alles andere als clever vorgegangen, hat sich sehr früh weit aus dem Fenster gelehnt und somit dazu beigetragen, dass Werder in diesem Winter ein großes Torwartproblem hat. In erster Linie liegt der Grund dafür natürlich in Wolfs Leistungen. Leider konnte er sich nach seiner soliden Rückrunde nicht weiterentwickeln, sondern ließ genau die Mängel erkennen, die ihm seine Kritiker schon lange vorhalten: Probleme bei der Strafraumbeherrschung, Antizipation und Spieleröffnung. Wolf geht wenige Risiken ein und schießt daher auch nur selten richtige (offensichtliche) Böcke. Mit seiner passiven Art hat er dennoch seinen Anteil an Werders wackliger Defensive. Ob er in der Hinrunde der schwächste oder nur einer der schwächsten Stammtorhüter der Liga war, möchte ich nicht beurteilen. Festhalten kann man aber, dass er mit den gezeigten Leistungen nicht die unumstrittene Nummer 1 sein sollte.

Doch keine Konkurrenten: Richard Strebinger und Raphael Wolf

Durch Eichins Äußerungen wurde dieses Problem jedoch nach außen getragen und inzwischen zeigen sich alle Beteiligten so genervt von der Situation, dass jedes noch so überzeugend vorgetragene Bekenntnis zu Wolf nicht mehr glaubwürdig ist. Die Diskussion soll mit aller Macht beendet werden. Wie aber soll das gehen, wenn offensichtlich wurde, dass Werders Vereantwortliche Strebinger und Husic für (noch?) nicht bundesligatauglich halten und aus dem Wunsch Felix Wiedwald als Herausforderer für Wolf zu verpflichten, nie einen Hehl machten? Wie könnten sie auch mit dem Status Quo zufrieden sein, dass die Nummer 1 schwächelt und niemand da ist, der (analog zu Wolf/Mielitz letzte Saison) die Situation nutzen könnte? Die nun gefundene Übergangslösung mit Casteels als Leihgabe bis Saisonende ist zumindest aus vertraglicher Sicht sinnvoll (sofern man mit Wiedwald bereits einig ist, wovon ich ausgehe). Sportlich sind jedoch gewisse Zweifel angebracht. Es ist nicht optimal, angesichts der Situation nur eine vorgebliche Nummer 2 zu verpflichten, doch zumindest hat Skripnik nun zwei Torhüter mit Bundesligaerfahrung im Kader und einen größeren Konkurrenzkampf auf der Position.

5. Gegentorflut

39 Gegentore setzte es in der Hinrunde, so viele wie noch nie in Werders Bundesligageschichte. Das ist überaus besorgniserregend und der Schlüssel zum Klassenerhalt wird sein, diese Flut an Gegentoren einzudämmen. Nur wie? Sowohl Schaaf (Rückrunde 2013) als auch Dutt (2013/14) haben dieses Problem nur zeitweise und unter weitgehendem Verzicht auf eigene Offensivbemühungen in den Griff bekommen. Bislang deutet wenig darauf hin, dass sich dies unter Skripnik ändert. Zwar ist Werder im Vergleich zum desaströsen ersten Saisonviertel etwas stabiler geworden, doch auch unter Skripnik setzte es im Schnitt zwei Gegentore pro Bundesligaspiel.

Die größte Stärke, die die Rautenformation in der Defensive hat, ist die 4-3-Stellung in Abwehr und Mittelfeld, mit der sich die Schnittstellen im Zentrum (zumindest in der Theorie) gut verschließen lassen. Diese Stärke muss Werder nutzen. Ich bin kein Fan davon, möglichst viele Offensivspieler in die Raute zu integrieren. Viel wichtiger ist die richtige Balance der hinteren drei Rautenspieler, zumal die Viererkette dahinter alles andere als sattelfest ist. Da Junuzovic auf der linken Halbposition gesetzt sein dürfte, sollte die rechte Halbposition meiner Meinung nach standardmäßig defensiver besetzt werden. Dies war in der Hinrunde der Fall, als Clemens Fritz von Skripnik dorthin versetzt wurde. Der in die Jahre gekommene Fritz hat jedoch bei allen verbliebenen Qualitäten deutliche Schwächen und funktioniert meiner Meinung nach nur vor einem deutlich überdurchschnittlichen Sechser. Ich sehe Bargfrede potentiell immer noch als solchen, aber mangels konstantem Aufbauspiel und strategischem Geschick nicht in einer Raute. Felix Kroos hingegen ist in diesen Bereichen stärker und an guten Tagen ein geeigneter Spieler für diese Position. Allerdings ist er zu unkonstant und zweikampfschwach, braucht somit zwingend einen zuverlässigen Ausputzer an seiner Seite – einen wie Bargfrede.

Vieles spricht also dafür, Kroos und Bargfrede neben Junuzovic spielen zu lassen, doch damit schafft man sich ein neues Problem: Wohin mit Clemens Fritz? So oder so sind es nur Notlösungen, die Werder mit dem aktuellen Kader aufbieten kann. Versucht Skripnik also die Flucht nach vorne, wie gegen Duisburg? Oder wird Werder doch noch auf dem Transfermarkt tätig?

6. Prognose

Die “Skripnik-Bilanz”, nach der Werder seit dem Trainerwechsel auf Platz 5 der Tabelle liegt, macht in der Tat Hoffnung, dass Werder in der Rückrunde mehr Punkte holen könnte, als in der Hinrunde. Vor allem in den Heimspielen hinterließ Werder einen guten Eindruck und holte 10 von 12 möglichen Punkten. Da man zum Rückrundenauftakt in den ersten vier Spielen dreimal im Weserstadion antreten darf, liegt der Gedanke nahe, dass Werder sich schon nach dem 21. Spieltag vom Tabellenende abgesetzt haben könnte. Da die Gegner jedoch Hertha, Leverkusen und Augsburg heißen, glaube ich nicht daran, dass dies so eintreten wird. Auch einen anhaltenden Aufwärtstrend erwarte ich nicht in der Rückrunde. Ich rechne mit einem Kampf um den Klassenerhalt bis zum Saisonende.

Torsten Frings und Viktor Skripnik: Hütchen- oder Hoffnungsträger?

Die Hypothek von vier Punkten aus den ersten neun Spielen wiegt noch immer schwer. Nichtsdestotrotz besteht bei der jungen Mannschaft die Chance, im Laufe der Rückrunde das Spielniveau zu steigern. Wenn es wider erwarten gelingt, die Defensive zu stabilisieren und Werder von Verletzungen verschont bleibt, möchte ich nicht ausschließen, dass das Team die guten Ergebnisse unter Skripnik fortsetzt und sich im Mittelfeld der Liga etabliert. Es gibt etliche Spieler im Kader, von denen man einen Formanstieg (Garcia, Caldirola, Kroos) bzw. eine Weiterentwicklung (Aycicek, Öztunali, Selke, Lorenzen, Zander) erwarten kann. Doch Entwicklungen verlaufen im Fußball selten linear. Gleichzeitig ist nicht sicher, ob Junuzovic, Di Santo und Bartels ihre Form aus der Hinrunde konservieren können.

Letztlich sind es vor allem die vielen Variablen in Werders Erfolgsformel, die mich an einem Leistungsschub zweifeln lassen. Solange die defensiven Probleme im Zentrum nicht gelöst sind – und hierzu zähle ich ausdrücklich Verstärkungen auf der Sechs und in der Innenverteidigung – zählt Werder für mich daher zu den vier bis fünf wahrscheinlichsten Abstiegskandidaten. Vom Potential her braucht es aber nicht viele Anpassungen, um aus dem Kader wieder ein Team fürs gesicherte Mittelfeld zu machen. Dies war – man erinnere sich – auch das vor der Saison ausgegebene Ziel. Noch ist es möglich, dies zu erreichen, aber durch das dünne Eis unter den Füßen schimmert weiterhin bedrohlich der Abgrund der zweiten Liga.

Sommerpausenunterbrechung

Werder Bremen – 1860 München 1:1

Die persönliche Sommerpause kam dann leider doch, bevor die letzte Saison hier im Blog aufgearbeitet werden konnte. Nun wird sie für ein Testspiel gegen die Löwen unterbrochen.

Spielidee und Fortschritte

Die wichtigsten Fragen waren natürlich: Was hat sich unter Dutt schon geändert und welche Spielidee lässt sich erkennen? Werder spielte in einem 4-2-3-1, dessen genaue Aufteilung sich je nach Spielsituation änderte. Vor allem im zentralen Mittelfeld gab es häufige Rochaden, wodurch teilweise ein 4-3-3, dann wieder ein 4-4-2 entstand. Man konnte recht schnell erkennen, dass in den vergangenen Tagen vor allem die Defensivabläufe trainiert wurden. Dies wurde insbesondere bei Ballverlusten deutlich, wo Makiadi als gutes Beispiel voranging und vorbildlich umschaltete. Auch das Pressing war trotz müder Beine schon auf gutem Niveau. Beim Angriffspressing hielt man sich eher zurück, aber das Mittelfeldpressing wurde konsequent umgesetzt.

Im Offensivspiel ließ sich ebenfalls schon in Grundzügen eine Spielidee erkennen. Der Spielaufbau lief häufig über die rechte Seite, wo der jeweilige Sechser in die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidiger rückte und den Ball forderte. Der zweite Sechser besetzte dabei das Zentrum, während die vier Offensivspieler viel rochierten und so versuchten, Löcher in den Defensivverbund der Löwen schlagen. Auffällig waren die häufigen Positionswechsel zwischen Ekici und Hunt, die sich die 6er und 10er Position quasi teilten. Immer wieder ließ sich Hunt im Spielaufbau nach hinten fallen, während Ekici vorrückte. Die Aufgabenteilung zwischen den Sechsern war dennoch nicht so eindeutig, wie ich es erwartet hätte. Zwar gab Makiadi eher den Verbindungsspieler, doch insgesamt schienen beide Spieler gleichberechtigt zu sein, was das Aufrücken im Laufe der Angriffe anging. Die Außenverteidiger standen im Aufbau nicht so tief wie unter Schaaf, rückten aber eher situativ vor, wenn der Außenstürmer vor ihnen nach innen einrückte.

Dominanz ohne Torchancen

Die erste Halbzeit war geprägt von Bremer Dominanz am Ball. Durch die Passsicherheit im Mittelfeld und den schnellen Rückgewinn des Balls kam Werder auf knapp 2/3 Ballbesitz. Im gegnerischen Spielfelddrittel merkte man jedoch, dass die Abläufe in der Offensive noch nicht richtig sitzen. Spätestens ab dem vorletzten Pass war Schluss mit lustig und wenn man vorher von einer klaren Spielidee sprechen konnte, verwandelte sie sich hier in Ratlosigkeit. Sinnbildlich dafür war Werders beste Angriffsaktion der ersten Halbzeit, die nicht in einer Torchance endete: Mielitz fängt eine Flanke ab und wirft schnell ab auf Fritz, der sofort Tempo aufnimmt und den Ball ins Zentrum passt. Der Ball wird abgelegt auf Hunt, Petersen zieht von halblinks in die Mitte und plötzlich ist der Passweg zu Elia auf dem linken Flügel offen. Bis dahin ein perfekter Konter, aber dann rennt sich Elia fest und 1860 gewinnt den Ball. Wirkliche Torgefahr kam in der ersten Halbzeit folglich nur selten auf – zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison und nach den bisherigen Trainingsschwerpunkten nicht verwunderlich.

In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel nach vielen Wechseln auf beiden Seiten zusehends. Auf beiden Seiten kam es vermehrt zu Fehlern im Spielaufbau, wodurch beide Teams nun mehr Torchancen bekamen. Trotz der verlorenen Souveränität war deutlich erkennbar, dass Werder in den Defensivaktionen hundert Prozent gab. Fast immer war im letzten Moment noch ein Fuß vor dem Ball, bevor ein gegnerischer Angreifer abschließen konnte. Die Tore fielen spät im Spiel und das Ergebnis war am Ende verdient, auch wenn Mielitz in der letzten Minute noch zwei Mal in höchster Not klären musste.

Das Gesehene deckt sich mit dem Gelesenen und Gehörten der letzten Tage. Die Mannschaft arbeitet konzentriert und der Schwerpunkt lag bislang in der Defensive. Weitere Erkenntnisse konnte man aus dem Spiel kaum ziehen, daher noch drei Sätze zu den beiden Neuzugängen. Cedric Makiadi wirkte von Anfang an sehr selbstbewusst und scheint eine Führungsrolle im Team übernehmen zu wollen. Luca Caldirola war dagegen viel verhaltener und überließ dem neuen Abwehrchef Prödl die dominante Rolle in der Innenverteidigung. Dabei machte er dennoch einen abgeklärten Eindruck, geriet kaum in Bedrängnis und fühlt sich mit dem Ball am Fuß sichtlich wohl.

In zwei Wochen geht es hier weiter mit der Saisonvorschau.

Guter Test gegen schwache Toffees

Werder Bremen – FC Everton 1:0

Drei Tage nach dem Pokalaus in Heidenheim hat Werder das letzte Testspiel der Saison gegen den FC Everton 1:0 gewonnen und sich dabei in vielen Bereichen verbessert gezeigt. Es war jedoch auch deutlich zu sehen, dass Everton zehn Tage vor dem Premier-League-Start noch längst nicht in der Verfassung ist, über 90 Minuten hohes Tempo zu gehen.

Nur 30 Minuten auf Augenhöhe

Auf sieben Positionen umgestellt ging Werder mit einer etwas ungewöhnlichen Aufstellung in die Partie: Mertesacker gab sein Comeback in der Startelf, Sokratis rückte auf die Rechtsverteidigerposition und Wesley spielte im defensiven Mittelfeld. Wie schon gegen Heidenheim versuchte Werder, über das Kombinationsspiel in der Mittelfeldraute Torchancen zu erspielen und hatte dabei mäßigen Erfolg. Dies lag zum einen daran, dass Ekici sich weit zurückfallen ließ, um die Angriffe von der Mittellinie aus zu initiieren, weshalb er im offensiven Mittelfeld ein Loch hinterließ. Zum anderen fehlte in den entscheidenden Momenten häufig das Tempo im Spiel. Vor dem Strafraum wurde nicht schnell genug verschoben, um Löcher in die Defensive der Toffees zu reißen. Everton hatte ein paar gute Szenen, in denen das aufgerückte Bremer Mittelfeld schnell überwunden wurde und mit Tempo über die Außen angegriffen wurde.

Nach einer halben Stunde wurde Werder stärker, brachte immer wieder Wagner im Strafraum ins Spiel. Das 1:0 zog Everton bereits den Zahn, was gegen einen Gegner, der nicht mehr in der Vorbereitung steckt, kaum möglich sein dürfte. In der zweiten Halbzeit kombinierte Werder flüssiger durchs Mittelfeld. Everton setzte Werder bis 30 Meter vor dem Tor fast gar nicht mehr unter Druck und hatte keine wirkliche Chance, ins Spiel zurück zu kommen. Trotz zahlreicher Wechsel blieb Werder dem bekannten Kombinationsspiel treu und hielt Everton auf Distanz ohne wirklich auf das 2:0 zu drängen. Am Ende war es ein ungefährdeter und hochverdienter Sieg, bei dem Everton nur 30 Minuten auf Augenhöhe agierte.

Kombinationsfußball in Torchancen umwandeln

Dass Werder anspruchsvollen Kombinationsfußball spielen kann, ist nicht neu. Problematisch wird es jedoch, gegen tief stehende Gegner auf diese Weise Torchancen herauszuspielen. Dies war selbst gegen passive Engländer in der zweiten Halbzeit ein Manko und wird in der Bundesliga sicher zur – von den bekannten Problemen in der Defensive abgesehen – schwierigsten Aufgabe für Thomas Schaaf werden.

Einige positive Dinge lassen sich für Werder aus diesem Spiel mitnehmen: Das Team wirkt gerade im Vergleich zur letzten Saison homogener und auf eine Spielidee eingestellt (ob diese so funktionieren wird, ist eine andere Sache), Per Mertesacker gab ein erstaunlich gutes Comeback und zeitweise lief der Ball auch bei erhöhtem Tempo flüssig durch die eigenen Reihen.

Bloß den Saisonstart nicht verpatzen

Das Spiel war keine Wiedergutmachung für das Pokalaus, sondern eine gelungene Vorbereitung auf das Spiel gegen Kaiserslautern. Vom Start in die Bundesliga wird vieles abhängen, vor allem psychologisch. Bei einer Auftaktpleite im eigenen Stadion brennt der Baum in Bremen schon Anfang August wieder so lichterloh, wie im vergangenen Frühjahr. Mit ein paar Siegen in den ersten Wochen könnte man sich dagegen die Ruhe in Umfeld und Team verschaffen, die man für den angestrebten Neuanfang braucht.

Vier-Dri-Dri

Werder Bremen – Racing Santander 3:1

Das sieht langsam schon ganz gut aus. Für mich die spannendste Frage: Ist das 4-3-3 als ernsthafte Alternative vorgesehen, falls Özil gehen sollte? Und falls ja, wird die Angriffsreihe tatsächlich so offensiv besetzt sein? Almeida als Außenstürmer, das kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, auch wenn er am Sonntag einen ganz guten Job gemacht hat. Arnautovic scheint die Position dagegen sehr zu liegen und deshalb könnte ich mir das System inzwischen zumindest als Ausweichtaktik gut vorstellen: Zwei Sechser und davor ein zentraler Spielgestalter (wenn Özil geht Hunt, Borowski oder eventuell Wesley) im Mittelfeld. Arnautovic mit vielen Freiheiten auf rechts und links könnte man je nach Gegner einen echten Stürmer oder Marko Marin einsetzen. Von unserem momentanen Kader könnte sicherlich auch Marin (oder Arnautovic?) in einem 4-2-3-1 zentral hinter Pizarro spielen, aber gerade bei Marin sehe ich da noch einige Defizite in der Spielgestaltung.

Das größte Problem bei einem 4-3-3: Werder müsste die Spielweise deutlich umstellen. Bislang dienen die Flügel eher als Ausweg, wenn der Weg durch die Mitte versperrt ist. Ohne einen offensiven Spielmacher hinter der Spitze müssten die Bälle viel konsequenter auf die Außenstürmer gespielt werden, damit diese für Torgefahr sorgen können. Falls die Umstellung gelingt (sofern sie denn wirklich geplant ist) könnte Arnautovic genau der Spieler sein, der uns für dieses System bislang gefehlt hat.

Schaaf ist in puncto Formation inzwischen viel pragmatischer geworden, das hat gerade die letzte Saison gezeigt. Vor vier Jahren äußerte er sich bei einem Vortrag zur WM 2006 noch sehr abfällig über den “neuen Trend 4-2-3-1″. Letztlich wird er die Mannschaft wieder nach den individuellen Stärken seiner favorisierten Spieler zusammenstellen und für die Beobachter, die von 4-4-2, 4-3-3, Raute oder Quadrat sprechen, nur ein müdes Lächeln übrig haben.

Ruhe ist die beste Disziplin

Werder – Lech Posen 3:2

Das Thema Disziplin wird bei Werder seit geraumer Zeit immer wieder angesprochen. Bereits vor einem Jahr wurde die Disziplin innerhalb des Teams in Frage gestellt, als es vor allem um Carlos Alberto immer wieder zu Zwischenfällen kam. Auch nachdem der "Problemfall" Alberto nach Brasilien abgeschoben wurde, wurde es nicht ruhiger: Reihenweise rote Karten (6 in der letzten Saison und 3 weitere in dieser Hinrunde), das Theater um Diegos Olympia-Teilnahme, Verspätungen im Training (Diego) und zum Spiel (Almeida), um nur einige Beispiele zu nennen. Ist Werder Bremen im Jahr 2009 ein "Sauhaufen"?

Werders Führung verneint das, obwohl sie selbst die Disziplin des Teams zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde zum Thema gemacht hat. Man muss vermutlich wirklich trennen, zwischen der Disziplin auf und der neben dem Platz. Es gibt in der Geschichte des Fußballs unzählige Geschichten scheinbar disziplinloser Mannschaften, die – sobald sie auf dem Platz standen – eine eingeschworene und charakterstarke Truppe bildeten. Vermutlich kennt jeder, der mal aktiv Fußball gespielt hat, Geschichten von Spielern, die regelmäßig das Training schwänzten oder am Spieltag mit einem Alkoholpegel von George Best'schem Ausmaß antanzten – und dann im Spiel trotzdem die Besten auf dem Platz waren.

Im Profibereich lassen sich solche Verfehlungen nicht so einfach kompensieren, doch auch hier gibt es ähnliche Beispiele. Man kann also nicht unbedingt von einem Zusammenhang zwischen den Verfehlungen neben und den Leistungen auf dem Platz ausgehen. Zumindest nicht, wenn es um relativ harmlose Dinge wie Verspätungen beim Training geht.

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