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Danke, Mesut!

Mesut Özil wechselt nun also doch mit sofortiger Wirkung zu Real Madrid und verlässt nach 2 1/2 Jahren unseren SVW.

Finanziell ist es eine Verbesserung, das steht außer Frage. Auch sportlich ist Real Madrid eine Verbesserung, trotz aller Probleme, der Verein in den letzten Jahren hatte. Im letzten Jahr holte Real Madrid mehr Punkte pro Spiel als jedes andere Team in einer großen europäischen Liga – bis auf den FC Barcelona. Dieses ewige Duell um die Vorherrschaft im spanischen Fußball wird Mesut nun miterleben, vielleicht sogar mit prägen. Er spielt im Verein von di Stefano und Puskas, von Zidane und Raul. Ein Verein, dem Robben und Snejder vor einem Jahr zu schlecht waren. Er spielt zusammen mit Cristiano Ronaldo, Kaka, Xabi Alonso und Cassilas. Er spielt unter José Mourinho, den schillerndsten Trainer unserer Zeit. Welcher Fußballer – der nicht gerade im Barca-Trikot auf die Welt gekommen ist – würde dort nicht gerne spielen wollen?

Viele Werderfans sind nun erleichtert, weil die Spekulationen endlich vorbei sind. Im Hinblick auf das wichtige Spiel heute ist es sicher wichtig, dass diese Unklarheit aus dem Weg geräumt ist. Man kann Mesut aber eigentlich nicht viel vorwerfen, er hat sich zumindest nach Außen hin korrekt verhalten (im Gegensatz zu manchem anderen Spieler, der seinen Wechsel durchboxen wollte). Mesut wollte das Angebot annehmen, Werder wollte ihn verkaufen, um nicht in einem Jahr ohne Transfererlös dazustehen. Alles nachvollziehbar und ok. Kein böses Blut und kein Grund, ihm nicht alles Gute bei seinem neuen Verein zu wünschen.

Nun bleiben wir zurück, während Mesut beim größten Fußballverein der Welt spielen wird. Es ist nicht das erste Mal, dass wir einem Spieler als Sprungbrett für die weitere Karriere dienen. Wir sind es nicht anders gewohnt. Wir fühlen uns trotzdem benutzt und schmutzig. Wir sind nur so lange gut genug, bis jemand Besseres daherkommt. Wir lassen uns dafür bezahlen, dass wir bei dem Spielchen mitmachen und wir sollen uns auch noch gut dabei fühlen. Und trotzdem wissen wir schon jetzt, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird. Der Fluch des Ausbildungsvereins.

Nun werden wir sehen wie gut Mesuts Ausbildung war, die er ja eigentlich schon auf Schalke bekommen hat. Hier war es der Feinschliff. Das Juwel ist zwar noch nicht in optimalem Zustand, aber längst kein Rohdiamant mehr. Die Aufgabe unseres Vereins ist es, weitere davon zu finden. Mit Marin hat man schon einen. Arnautovic ist wohl auch einer. Vielleicht Wesley oder Ben Arfa. Wir sollten stolz darauf sein, dass solche Spieler bei uns so aufblühen können, wie bei kaum einem anderen Verein in Europa.

Ob der Sprung für Mesut zu früh kam wird sich zeigen. Mourinho scheint von ihm überzeugt zu sein und ich kann mir nicht vorstellen, dass er ihn verheizen wird. Vielleicht ist er in ein paar Jahren ein Superstar, vielleicht ein gescheitertes Supertalent, aber er hat den Sprung gewagt. Guten Flug und gute Landung, Mesut!

Einen Nachruf auf den Werderspieler Mesut Özil findet ihr hier >> klick <<

Ganz ohne Wortspiel: Pizarro ist zurück

Claudio Pizarro ist zurück in Bremen. Der Transfer, der wochenlang zu stagnieren schien, wurde nun überraschend schnell abgeschlossen. Noch am Sonntag gab sich Klaus Allofs sehr zurückhaltend, was einen möglichen erneuten Wechsel Pizarros an die Weser betraf. Am Montagabend landete der Peruaner dann schon zu abschließenden Verhandlungen in Bremen. Heute wurde der Wechsel schließlich auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Vertragslaufzeit beträgt 3 Jahre plus 1 Jahr Option. Als Ablösesumme werden 5 Millionen Euro kolportiert. Wie ist dieser Transfer nun einzuordnen?

Finanziell musste Werder sicher an seine Grenzen gehen. Der Wiederverkaufswert dürfte gegen Null tendieren, da Pizarro nach Ablauf des Vertrags bereits 33 (bzw. 34) Jahre alt sein wird. Die Ablösesumme sollte dank des vorhandenen Kleingelds nach zwei Finalteilnahmen und Diego-Verkauf zu verschmerzen sein, Pizarros Gehalt dagegen wird dagegen deutlich höher zu Buche schlagen als letzte Saison. Damals zahlte der FC Chelsea noch einen Teil des Festgehalts, was das Ausleihgeschäft für Werder finanzierbar machte. Nun muss noch mindestens ein Spieler gehen, um die Personalkosten auf ein erträgliches Maß zu drücken.

Auch aus sportlicher Sicht ergibt es Sinn, noch einen Angreifer abzugeben. Mit Pizarro, Marcelo Moreno, Hugo Almeida, Boubacar Sanogo und Markus Rosenberg gibt es fünf arrivierte Stürmer im Kader. In Torsten Oehrl und Marko Futacs stehen zwei Nachwuchsspieler bereit, die an die Mannschaft heran geführt werden sollen und bei Verletzungsproblemen den Kader auffüllen können. Dazu verfügt man mit Aaron Hunt und Said Husejinovic noch über zwei Mittelfeldspieler, die bereits im Sturm zum Einsatz kamen. In der Breite wäre man also – im Gegensatz zur letzten Saison – noch mehr als ausreichend besetzt. Doch welchen Stürmer wird es treffen?

Wahrscheinlichster Wechselkandidat ist Boubacar Sanogo. Er befindet sich wieder in guter Form, könnte also eine vernünftige Ablöse einbringen. Zudem liegt vom AS St. Etienne ein konkretes Angebot vor. Vor wenigen Wochen hätte man keine Sekunde überlegen müssen, diesem Transfer sofort zuzustimmen. Nun hat sich Sanogo aber in der noch jungen Saison vom sicheren Verkaufsobjekt zu einer wertvollen Stütze der Werderoffensive gemausert. Der einzige Grund, ihn in der jetzigen Situation zu verkaufen, ist die Befürchtung, dass es sich dabei zum wiederholten Mal nur um ein Strohfeuer handelt. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit legen dies nahe.

Einen Transfer Hugo Almeidas halte ich für unwahrscheinlich, auch wenn er von allen Kandidaten die höchste Transfersumme einbringen würde. Die erhoffte Leistungsexplosion des Portugiesen lässt weiter auf sich warten, doch Schaaf und Allofs glauben offensichtlich weiter daran, dass diese noch kommen wird. Dass beide Almeida für ein Riesentalent halten, haben sie mehrfach deutlich gemacht. Ich bezweifle deshalb, dass man ihn nun ohne Not verkaufen wird.

Markus Rosenberg ist bereits seit einiger Zeit verletzt, was Werders Möglichkeiten ihn zu verkaufen erheblich einschränkt. Nach der enttäuschenden letzten Saison scheint ein Verkauf Rosenbergs die logische Konsequenz. Bei nur 13 verbleibenden Tagen bis zum Ende der Transferperiode ist es aber wohl utopisch, einen willigen Käufer für den Schweden zu finden, zumal nicht klar ist, wann dieser wieder einsatzfähig sein wird. Ob Rosenberg nach Überwindung seiner körperlichen Beschwerden wieder zu alter Stärke zurückfindet ist fraglich. Als Stürmer Nr. 4 wäre er dann aber allemal brauchbar.

Egal, wie sich Werders sportliche Führung entscheiden wird – die Situation in Werders Angriff hat sich heute verbessert. Pizarro besitzt große spielerische Qualitäten und absolvierte im letzten Jahr (im Schatten der Torflut des Duos Grafite/Dzeko) mit 17 Toren in 26 Spielen seine erfolgreichste Saison seit 8 Jahren. Hoffen wir, dass ihm ähnliches auch 2009/2010 gelingt und neben ihm endlich einer (oder besser mehrere) seiner Nebenleute im Sturm aus dem Quark kommt!

Werder: Was läuft da mit Messi?

BREMEN Beim UEFA-Cup-Finalisten Werder Bremen bahnt sich ein spektakulärer Transfer-Coup an! Wie uns ein Werderfan auf Anfrage bestätigte, ist Werder an einer Verpflichtung des argentinischen Nationalspielers Lionel Messi interessiert. Derzeit steht Messi beim FC Barcelona unter Vertrag. Bei Werder soll er die Nachfolge des Brasilianers Diego antreten, der nach der Saison zu Juventus Turin wechselt.

Meine Saison weiß: Messi ist in Barcelona unzufrieden, fürchtet bei einer Verpflichtung des Franzosen Franck Ribery um seinen Stammplatz. Bereits vor dem Champions League Viertelfinalspiel in München war eine Bremer Delegation zur Allianzarena gereist, um einen ersten Kontakt herzustellen.

Thomas Schaaf bestätigte das Interesse am Rande des Bundesligaspiels gegen den HSV indirekt ("ein interessanter Spieler"). Klaus Allofs schwieg vielsagend. Die Verantwortlichen des FC Barcelona standen für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung.

Klaus allofs
Was läuft da mit Barca-Star "Leo" Messi (21), Herr Allofs?

Eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des Weserstadions gab inzwischen erste Details zum geplanten
Transfer bekannt: Demnach soll Messi einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen,
der ihm umgerechnet knapp 4,4 Millionen Rubel pro Jahr einbringt. Bei
der Ablösesumme konnte noch keine Einigung erzielt werden. Werder
bietet 10 Millionen plus Dusko Tosic, Barca fordert zusätzlich noch eine Kaufoption auf Stürmerstar Boubacar Sanogo und eine Kiste Haake-Beck. Experten gehen trotzdem davon aus, dass schon in der nächsten Woche Vollzug gemeldet werden kann.